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WWK Volleys Herrsching im Sauseschritt ins Pokal-Halbfinale

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Jubel über den Halbfinaleinzug: Herrschings Trainer Max Hauser.
Jubel über den Halbfinaleinzug: Herrschings Trainer Max Hauser. © Stefan A. Schuhbauer - v. Jena

Die WWK Volleys Herrsching stehen zum vierten Mal nach 2016, 2017 und 2019 im Halbfinale des DVV-Pokals. Im Schnelldurchgang besiegte die Mannschaft von Trainer Max Hauser am Donnerstagabend die Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:15).

Herrsching – „Das war in dieser Höhe nicht zu erwarten“, sagte Hauser über den deutlichen Sieg.“ Zudem freute er sich, dass „wir dadurch Kräfte sparen konnten“. Denn bereits an diesem Samstag, 19 Uhr (live bei sporttotal.tv), empfängt die Hauser-Crew die Bisons Bühl zum Bundesliga-Spitzenspiel. Die Bisons, die in der vergangenen Saison zum Zeitpunkt des Abbruchs auf dem neunten Platz standen, führen nach gut einem Viertel der Saison die Tabelle an. Doch auch die WWK Volleys brauchen sich nicht zu verstecken. Mit zwölf Punkten sind sie mittendrin im Spitzenquintett.

Der Schlüssel zum klaren Erfolg gegen Giesen war laut Hauser der Aufschlag. Mit dem hohen Servicedruck hatten die Niedersachsen ihre Probleme, sodass deren Zuspieler Jan Röling seine starken Angreifer nicht in Szene setzen konnte. Anders die WWK Volleys: Selbst aus nicht so guter Annahme fand Zuspieler Johannes Tille meist einen gut positionierten Angreifer. Vor allem Jori Mantha war in der nur 14 Grad kalten Nikolaushalle voll auf Betriebstemperatur. Der Kanadier erzielte zwölf Punkte und erhielt zu Recht die goldene MVP-Medaille. Aber auch Jonas Kaminski lieferte wieder eine ordentliche Vorstellung ab. Der 24 Jahre alte Teilzeit-Profi, der erneut den noch immer verletzten Jalen Penrose vertrat, war mit 13 Zählern der fleißigste Punktesammler.

Der flotte Sieg in gerade mal 75 Minuten war der deutlichste der bisherigen Saison. „Wir wussten, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagte Kapitän Johannes Tille. Und: „Es hat sich zu keiner Zeit so angefühlt, als würden wir das Spiel aus der Hand geben.“ Lediglich im ersten Satz konnten die Niedersachsen mithalten. Allerdings auch nur, weil „wir selber schlecht gespielt haben“, so Tille. Scheinbar komfortable Vorsprünge (8:5, 14:9) wurden verspielt, erst mit dem vierten Satzball war der Durchgang eingetütet (27:25).

In der Folge waren die WWK Volleys aber nicht mehr aufzuhalten. In Eilzug-Manier überrollten die Oberbayern die Niedersachsen. Den Grundstein legte Tim Peter mit einer starken Aufschlagserie, die Mittelblocker Luuc van der Ent und Dorde Ilic packten entschlossen zu. Die Giesener leisteten sich viele Angriffsfehler und ergaben sich schließlich ihrem Schicksal. Die im Vorfeld von Hauser hochgelobten Stijn van Tilburg und auch Magloire Mayaula Nzeza kamen nicht ins Spiel. Mit 25:17 ging der zweite Satz an die WWK Volleys. Noch deutlicher, nämlich mit 25:15, endete der dritte Durchgang. Bis Mitte des Satzes waren beide Teams zunächst gleichauf (15:15), doch dann gelang den Hausherren ein 10:0-Punkte-Lauf. Besonders kurios war der Matchball, als Giesens Merten Krüger in bester Slapstick-Manier über die Füße seines Mitspielers Pearson Eshenko stolperte.

In gut zwei Wochen bietet sich nun den WWK Volleys vielleicht die Chance des Lebens. „Gegen die Netzhoppers sind die Chancen sicherlich etwas höher“, sagte Tille. Die Brandenburger gewannen am Tag zuvor für die meisten doch etwas überraschend gegen desaströse Berlin Recycling Volleys mit 3:2. Bei den Netzhoppers gewannen die WWK Volleys erst vor wenigen Tagen.

Bis dahin liegt der Fokus allerdings auf der Liga. „Die spielen eine Wahnsinns-Saison“, sagt Hauser über den Samstagsgegner Bühl. Mit den Neuzugängen Niklas Kronthaler und Florian Ringseis (von den Alpenvolleys Haching) haben die Bisons „sehr viel Qualität dazubekommen“. Zuletzt allerdings mussten die Bisons etwas Federn lassen. Vor Wochenfrist verlor die Mannschaft von Trainer Alejandro Kolevich gegen Giesen mit 2:3, am Mittwoch setzte es im Pokal ein 1:3 gegen Frankfurt.

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