Jonas Kaminski von den WWK Volleys Herrsching
+
Starker Penrose-Ersatz: Der bislang nur sporadisch eingesetzte Jonas Kaminski (r.) musste für den verletzten US-Amerikaner ran und konnte voll überzeugen. Der 24-Jährige steuerte 13 Punkte zum 3:0-Sieg bei.

Volleyball-Bundesliga

WWK Volleys Herrsching siegen im Eiltempo

  • vonDirk Schiffner
    schließen

Die SVG Lüneburg entwickelt sich immer mehr zum Lieblingsgegner der WWK Volleys Herrsching. Im Schnelldurchgang besiegten die Ammerseer am Samstagabend die Gäste aus dem hohen Norden. Nach 81 Minuten war der nahezu ungefährdete 3:0 (25:17, 25:17, 33:31)-Heimsieg in trockenen Tüchern. Damit gelang der Mannschaft von Trainer Max Hauser der Anschluss ans breit gefächerte Tabellenmittelfeld.

Herrsching – Nicht selten schauen die Spieler nach einem Spiel auf das Statistikblatt. Zumindest die Herrschinger dürften die Zahlen erfreut zur Kenntnis genommen haben. Angriffsquote 65 Prozent, sogar 74 Prozent nach guter Annahme, nur sieben Aufschlagfehler, neun Blockpunkte. Mehr als zufriedenstellende Werte, fand auch Kapitän Johannes Tille.

Mit Lüneburgs Jannik Pörner und Herrschings Jalen Penrose hatten die beiden Topscorer kurzfristig verletzungsbedingt passen müssen. Penrose war am Donnerstag im Training umgeknickt. Allerdings scheint „die Verletzung nicht so schwerwiegend“ zu sein, sagte Max Hauser. Gegen Lüneburg wollte der Herrschinger Cheftrainer aber dennoch kein Risiko eingehen.

Für Penrose spielte Jonas Kaminski auf der Diagonalen. Und der 24-jährige Braunschweiger, der in der vergangenen Saison und im bisherigen Saisonverlauf eher nur sporadisch zum Einsatz kam, machte seine Sache außerordentlich gut. Insgesamt 13 Punkte gingen auf das Konto des Penrose-Vertreters. Hauser zeigte sich „sehr zufrieden“ mit der Leistung von Kaminski. Die Fans der WWK Volleys kürten ihn zum Spieler des Abends. Die offizielle MVP-Ehrung wurde einmal mehr Johannes Tille zu teil.

Für den 23 Jahre alten Zuspieler war das Fehlen seines Topangreifers kein großes Problem. „Im Training spiele ich mit Jonas genauso oft wie mit Jalen“, erklärte Tille. Jeden seiner Angreifer bediente Tille nahezu gleichmäßig. Das spiegelte sich auch in der Punktausbeute wider. Kaminksi und Jori Mantha brachten es auf jeweils 13 Punkte, Tim Peter und Dorde Ilic auf elf Zähler.

„In den ersten beiden Sätzen haben wir genau so gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte Hauser. „Wir haben schlau aufgeschlagen, gut geblockt.“ Zudem ließen die WWK Volleys selbst nur vier Blocks und vier Asse zu. Hauser: „Das ist schon stark gegen eine so block- und aufschlagstarke Mannschaft wie Lüneburg.“

Vom ersten Ballwechsel an machten die Hausherren deutlich, dass die drei Punkte in Herrsching bleiben würden. In Schnellzug-Manier überrollte die Hauser-Crew die Lüneburger. Zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:4, zur zweiten 16:9. Relativ entspannt, aber dennoch hoch fokussiert, spielten die WWK Volleys den Satz zu Ende. Bezeichnend, dass ein Lüneburger Aufschlagfehler den Satzgewinn (25:17) besiegelte.

Auch im zweiten Durchgang ließen die WWK Volleys nicht locker. Während Kaminski & Co. nahezu fehlerfrei spielten, gelang den „LüneHünen“ nicht sonderlich viel. Erneut konnten sich die Herrschinger schnell absetzen (8:2). Den Vorsprung bauten die Hausherren kontinuierlich aus. Beeindruckend: Die Ammerseer machten keinen einzigen Angriffsfehler. Mit einem Schmetterball aus dem Rückraum besorgte Tim Peter schließlich den Satzgewinn (25:17).

Der dritte Umlauf war dann deutlich ausgeglichener. Herrsching ließ etwas nach, die Gäste wurden etwas besser, spielten aber dennoch deutlich unter ihrem Niveau. Sechs Matchbälle ließen die Herrschinger ungenutzt, dann war es wieder Peter, der für die Entscheidung verantwortlich zeichnete (33:31).

Auch wenn der dritte Satz letztlich glücklich war. Über das gesamte Spiel waren wir verdient und klar der Sieger“, resümierte Hauser. Den ersten Heimsieg feierten Tille mit seinen Mannschaftskameraden und den knapp 20 Fans an der Fensterscheibe mit einer Sieger-Humba.

In der kommenden Woche geht es für die WWK Volleys zweimal auf Reisen. Am Mittwoch (19 Uhr) spielen Tille & Co. bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen, 24 Stunden später bei der Nachwuchsschmiede VCO Berlin.

Auch interessant

Kommentare