Herrschings Diagonalangreifer Jalen Penrose.
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Topscorer der Bundesliga: der Herrschinger Diagonalangreifer Jalen Penrose.

Volleyball

WWK Volleys Herrsching unter Druck

  • vonDirk Schiffner
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Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen die WWK Volleys Herrsching endlich wieder zurück in die Erfolgsspur. Die Mannschaft von Max Hauser empfängt am Samstag, 19 Uhr, die SVG Lüneburg in der heimischen Nikolaushalle.

Herrsching – Wie vor Wochenfrist wird auch das Süd-Nord-Duell ohne Zuschauer stattfinden. Nicht nur Hauser bedauert dies. Zwischen den Fans beider Teams ist im Laufe der Jahre eine Fanfreundschaft entstanden. Beim jeweiligen Auswärtsspiel begleitete jeweils eine stattliche Zahl an Schlachtenbummlern ihr Team. Das wird diesmal freilich anders sein.

Nach den beiden Niederlagen in Frankfurt (2:3) und gegen Friedrichshafen (1:3) peilt Hauser einen Sieg gegen einen direkten Kontrahenten an. „Wir haben schon ein bisschen Druck“, gibt Hauser zu. Zwar waren es Niederlagen gegen nominell stärkere Teams, doch die Ansprüche der WWK Volleys sind gestiegen. Mit einem Dreier würden die Ammerseer (bisher vier Zähler) nach Punkten mit Lüneburg gleichziehen. Geht die Hauser-Crew auch im dritten Spiel in Folge als Verlierer vom Feld, würde man aller Voraussicht nach auf den neunten Rang zurückfallen. Dennoch: „Die Stimmung ist gut“, bekräftigte Hauser.

Die Heimbilanz gegen Lüneburg liest sich nicht so berauschend (zwei Siege, vier Niederlagen). In den verrgangenen beiden Spielen in der Nikolaushalle verloren die WWK Volleys jeweils sehr knapp im Tie-Break. Gut in Erinnerung dürfte dagegen nicht nur Hauser der überzeugende Auftritt vor knapp zehn Monaten im letzten Aufeinandertreffen sein, als man im Live-TV-Spiel die „LüneHünen“ glatt mit 3:0 von deren Feld fegte.

„Lüneburg ist ein starker, unangenehm zu spielender Gegner, im Block stark und auch im Aufschlag gut“, weiß Hauser. Das spiegelt sich auch in den Scorer-Listen wider. Hinter dem Herrschinger Topscorer Jalen Penrose (58) lauern mit Diagonalangreifer Jannik Pörner (58) und Außenangreifer Jordan Ewert (55) gleich zwei Spieler der SVG Lüneburg. Ewert führt auch gemeinsam mit Herrschings Zuspieler Johannes Tille die Spezialwertung Aufschlag an. Beide haben bisher jeweils sechs Asse auf ihrer Haben-Seite. Noch eindrucksvoller liest sich allerdings die Block-Statistik. Gleich vier Lüneburger Akteure (Ewert, Pörner sowie die etatmäßigen Mittelblocker Michael Schlien und Florian Krage) stehen in den Top fünf.

Stefan Hübner ist neben Hauser der dienstälteste Trainer in der Bundesliga. „Er ist sehr gut organisiert“, lobt ihn Hauser. Hübner war als Spieler vierfacher Volleyballer des Jahres (1998, 199, 2001 und 2002) und trug 245-mal das deutsche Nationaltrikot.

Vor sechs Jahren stiegen die SVG Lüneburg und die damals noch unter dem Dach des TSV Herrsching spielenden Ammerseer gemeinsam in die Volleyball-Bundesliga auf. „Im Gegensatz zu uns haben sie es geschafft, dass eine Halle gebaut wird“, sagt Hauser. Im kommenden Jahr soll die Multifunktions-Arena „Lüneburger Land“ mit einem Fassungsvermögen von 3500 Zuschauern eröffnet werden. Trotz aller Bemühungen gelang dies den WWK Volleys bisher nicht. Zumindest konnte man mit dem Audi Dome eine zweite Spielstätte präsentieren. Im Dezember und Januar sollen dann im Münchner Westend die ersten Partien gespielt werden.

Dann hoffentlich wieder mit Zuschauern. „Die gehen uns schon ab, das hat man letzte Woche deutlich gemerkt“, sagt Hauser über die Geister-Atmosphäre gegen Friedrichshafen. Wer sich nicht seine Nase an der Fensterscheibe platt drücken will, der kann das Spiel auf der Internetplattform sporttotal.tv verfolgen. Seit dieser Saison sogar mit Kommentator und Experten.

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