Immerhin durften Herrschings Volleyballer am Samstag gegen den VCO Berlin jubeln. Foto: andrea jaksch

Volleyball

Samstag Jubel, Sonntag Müdigkeit

Herrsching - Ein Sieg und eine Niederlage – so lautet die Bilanz vom Doppelheimspiel-Wochenende der Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching.

Am Samstag gewann die Mannschaft von Max Hauser locker 3:0 gegen den VCO Berlin, am Sonntag verlor Herrsching 1:3 gegen die United Volleys Rhein Main. „Wir haben ein anständiges Spiel gezeigt. Aber anständig reicht gegen Frankfurt nicht“, sagte Kapitän Patrick Steuerwald nach der zweiten Saisonniederlage am Sonntag. Die Gäste aus Frankfurt legten los wie die Feuerwehr. Doch bis Mitte des ersten Satzes fanden die Hausherren auch ins Spiel. Die Hessen allerdings konnten den knappen Vorsprung ins Ziel retten, auch weil Herrsching in der Schlussphase von der Aufschlaglinie patzte.

Eine Achterbahn der Gefühle erlebten die 900 Zuschauer in der nicht ganz ausverkauften Nikolaushalle im zweiten Durchgang. Zunächst drehten die Hausherren auf, 8:2 hieß es zur ersten technischen Auszeit. Doch diesmal kamen die Gäste zurück. Zur zweiten technischen Auszeit stand es nur noch 16:15 für Herrsching, doch in einem furiosen Endspurt tütete der TSV den Satzgewinn ein.

Durchgang drei lebte von der Spannung. Mit 23:25 ging der Satz wieder an Frankfurt. Auch den vierten (19:25) entschieden die Gäste dank ihrer Frische für sich. Bei Herrsching war der Substanzverlust nach einer kräftezehrenden Woche, immerhin war es das vierte Spiel in acht Tagen, spürbar. Frankfurt, im Pokal bereits ausgeschieden, war wacher. „Beine und Kopf waren am Ende etwas müder“, so Steuerwalds Erklärung.

Leichtes Spiel dagegen hatten Herrsching am Samstagabend gehabt. In nur 67 Minuten wurden die U19-Talente vom Berliner Olympiastützpunkt mit 3:0 (25:13, 25:19, 25:9) abgefertigt. „Ich bin froh, dass wir so souverän gewonnen haben“, sagte Hauser, der vor der Partie doch einigen Respekt vor dem Gegner hatte. Der 32-Jährige schickte nahezu seine beste Formation aufs Parkett. Lediglich Mittelblocker Peter Ondrovic erhielt eine Pause, für ihn spielte Nicolai Grabmüller. Der Matchwinner vom vergangenen Mittwoch machte erneut ein starkes Spiel. Drei der sieben Asse gingen auf sein Konto.

Endlich mal mit der Medaille für den wertvollsten Spieler belohnt wurde Roy Friedrich. Der gebürtige Karl-Marx-Städter, der seine beeindruckende Volleyballkarriere vor über zehn Jahren beim VCO Berlin begonnen hatte, war bis auf „vier, fünf Punkte sehr zufrieden. Wir haben sie nie ins Spiel kommen lassen. Dadurch konnten wir Kräfte sparen.“ Das 25:9 zum Schluss war der bisher deutlichste Satzgewinn in der dreijährigen Bundesliga-Historie des TSV Herrsching.

Die kommende Woche wird deutlich ruhiger. Am Montag hat die Mannschaft erst einmal trainingsfrei. Hauser bittet lediglich die Rekonvaleszenten Aleksandar Milovancevic und Matt Tarantino zum Einzeltraining. Bis zum nächsten Spiel am kommenden Samstag bei Aufsteiger Solingen „sollten die Akkus wieder aufgeladen sein“, hofft Steuerwald. Dirk Schiffner

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