Kommt immer besser in Schwung: Annahmespezialist Phillip Trenkler. foto: svj

TSV Herrsching selbstbewusst gegen Spitzenreiter

Herrsching - Zum letzten Spiel des Jahres empfangen die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching den Tabellenführer Berlin.

Acht Spiele, acht Siege. Fast schon einsam thronen die Berlin Recycling Volleys an der Spitze der Volleyball-Bundesliga. Gerade einmal zwei Sätze hat der Vorjahreszweite bisher abgegeben. An diesem Samstag, 19 Uhr, gastiert der amtierende Vizemeister und Pokalfinalist in der Herrschinger Nikolaushalle.

Auch wenn die Favoritenrolle klar verteilt ist. „Zu Hause können wir jeden schlagen“, sagte Max Hauser bereits vor einigen Wochen. Gut in Erinnerung ist noch der spektakuläre 3:0-Erfolg gegen den damaligen Spitzenreiter Frankfurt. Der Herrschinger Cheftrainer glaubt trotz der Berliner Dominanz an etwas Zählbares. Selbstbewusst sagt der 31-Jährige: „Unser Ziel lautet: Punkten.“

Zuletzt in Friedrichshafen war die Mannschaft um Kapitän Patrick Steuerwald nah dran am Satzgewinn. Diesmal muss allerdings die Aufschlagquote besser werden. Zudem hofft man im Herrschinger Lager, dass die Hauptstädter den Amerseeklub nach den beiden überzeugenden und ungefährdeten 3:0-Siegen im Hinspiel bzw. Pokal unterschätzen. „Dann müssen wir da sein. Natürlich brauchen wir auch etwas Glück“, so Hauser. Bereits in Friedrichshafen war zu sehen, dass was geht. Die 0:3-Niederlage hört sich schlimmer an als das Spiel tatsächlich war.

Das letzte Spiel des Jahres in der voraussichtlich wieder ausverkauften Nikolaushalle steht ganz im Zeichen der Weihnacht. Hinter den Kulissen bastelte der GCDW fleißig am Rahmenprogramm. Eine Halbzeitbescherung, Geschenke für alle Kinder, Weihnachtsmützen und eine Jahresabschlussshow direkt im Anschluss an das Match hat der Klub angekündigt. „Der Weihnachtsspieltag ist unser größtes Highlight, und wir haben uns wieder einiges einfallen lassen. Mit der Abschlussshow haben wir dieses Jahr dann sogar noch einmal ein ganz neues Element bei unserem Heimspielevent eingebaut, da können sich alle drauf freuen. Das verspreche ich“, sagte Herrschings Marketingmanager André Bugl.

Doch vor der Party steht erst einmal die Partie gegen die derzeit beste deutsche Volleyballmannschaft an. Die Hauptstädter kamen direkt aus Bulgarien an den Ammersee gereist. Am Mittwoch gelang dem Team von Coach Roberto Serniotti in der Volleyball Champions League ein überzeugender 3:0-Auswärtssieg beim bulgarischen Topklub Marek Dupniza. Trotz der Reisestrapazen hofft Serniotti auf eine Fortsetzung der Siegesserie in der Liga. Respekt hat Hauser vor der Berliner Aufschlagstärke. Allen voran Diagonalangreifer Paul Carroll oder auch Außenangreifer Robert Kromm stehen in dieser Wertung an der Spitze der Bestenliste.

Doch die Herrschinger zeigten sich in der Annahme zuletzt verbessert. Zum Beispiel Phillip Trenkler, der immer besser zur Geltung kommt. In Friedrichshafen hatte der 22-Jährige die beste Annahmequote beim TSV. „Er kann Weltklasse werden“, sagte Hauser über Trenkler, der im Sommer vom CV Mitteldeutschland nach Herrsching kam. „Ich will ihn auf das Niveau eines Ferdinand Tille bringen.“Auch im Angriff konnte der 1,90 Meter große Trenkler zuletzt ordentlich punkten. Zwar spiele der gebürtige Tübinger nicht so spektakulär wie sein Vorgänger Luke Smith, „aber dafür effektiver“, urteilt Hauser. (Dirk Schiffner)

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