Die Angriffsquoten hätten nicht unterschiedlicher sein können. Während Daniel Malescha (l.) nur gut 30 Prozent seiner Schmetterbälle zu Punkten machte, versenkte Roy Friedrich (r.) 80 Prozent seiner Versuche. foto: svj

Volleyball

TSV Herrsching vergeigt die Playoff-Teilnahme

Herrsching - Die Volleyballer des TSV Herrsching konnten nicht vom Patzer des Konkurrenten Bühl profitieren, denn sie verloren in Königs Wusterhausen selbst mit 1:3.

Gut angefangen, stark nachgelassen. Einmal mehr mit leeren Händen sind die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching von einem Auswärtsspiel zurückgekehrt. Am Mittwochabend verlor die Mannschaft von Coach Max Hauser bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 1:3 (25:19, 21:25, 24:26, 22:25). Damit vergeigten die Herrschinger ihre letzte theoretische Chance auf Platz sechs und die direkte Playoff-Teilnahme.

Den Patzer des direkten Kontrahenten Bühl - der Pokalfinalist verlor zeitgleich beim CV Mitteldeutschland, mit 2:3 - konnte Herrsching nicht nutzen. Der siebte Platz kann den Volleyballern vom Ammersee aber nicht mehr streitig gemacht werden. Damit steht auch schon fest, dass Herrsching in den am 17. März beginnenden Pre-Playoffs (Modus best of three) zuerst Heimrecht hat. Nur der Gegner steht noch nicht fest.

„Man hat den Netzhoppers angemerkt, dass es für sie noch um den Klassenerhalt geht“, sagte Hauser. Netzhoppers-Coach Mirko Culic war rundum happy: „Wir haben wieder bewiesen, dass wir in wichtigen Spielen unsere Leistung bringen.“

Aus Herrschinger Sicht begann die Partie durchaus zufriedenstellend. Patrick Steuerwald trotzte seiner Kapselverletzung und sorgte von der Aufschlaglinie für ein schnelles 3:0. Die Hausherren fanden langsam ins Spiel, offenbarten deutliche Probleme in der Annahme. Zudem präsentierte sich Herrsching stark im Block und auch in der Annahme. Nach der ersten technischen Auszeit (8:6) legte der GCDW sogar noch eine Schippe drauf und schraubte die Führung weiter in die Höhe (16:8). Selbst aus einer nicht so guten Annahme machte der GCDW die Punkte (Phillip Trenkler zum 19:11). Mit einem gefühlvollen Lob machte Mittelblocker Peter Ondrovic den Deckel auf den ersten Satz (25:19).

Nicht wenige GCDW-Fans hatten wohl einen geruhsamen 3:0-Auswärtssieg vor Augen. Doch die Netzhoppers spielten fortan wie verwandelt, Herrschings Annahme wackelte auf einmal. Vor allem mit den Flatteraufschlägen hatte der TSV so seine liebe Mühe. Insgesamt zehn Asse konnten die Netzhoppers im Herrschinger Feld platzieren. „Ganz klar zu viele“, wie Hauser befand. Die beste Annahmequote konnte noch Libero Ferdinand Tille, der diesmal im pinken Dress spielte, vorweisen (61 %).

Aber auch im Angriff stockte der Motor. Der mit Schmerzmitteln spielende Patrick Steuerwald „ließ die letzte Genauigkeit vermissen“, resümierte Hauser. Auch die Quote von Diagonalspieler Daniel Malescha, der nur elf von 32 Angriffen im gegnerischen Feld unterbringen konnte, stellte Hauser nicht zufrieden. Eine ordentliche Quote hatte Roy Friedrich (acht von zehn).

Die willensstärkeren Brandenburger, die mit dem erkrankten Matthias Böhme auf ihren wichtigsten Angreifer verzichten mussten, konnten dem Spiel eine neue Wendung geben. Mit 25:21 ging der zweite Satz an die Hausherren. Im dritten Durchgang präsentierte sich Herrsching wieder etwas stabiler, versemmelte aber eine 19:16-Führung und gab den Satz noch mit 24:26 ab. Im vierten Satz „sind wir schlecht gestartet, haben gut aufgeholt“, resümierte Hauser. Dennoch war nach 107 Minuten die 12. Saisonpleite perfekt. (Dirk Schiffner)

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