Volleyball

TSV Herrsching will seine weiße Auswärtsweste behalten

Herrsching – Diszipliniert und humorlos. So wollen die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching ihren vierten Saisonsieg einfahren. Am Samstag, 19 Uhr, gastiert die Mannschaft von Coach Max Hauser bei den Solingen Volleys.

Die Favoritenrolle gegen die bisher noch sieglosen Gastgeber dürfte klar auf Seiten der Herrschinger liegen. „Wir nehmen Solingen sehr ernst“, sagt Hauser entschlossen. Eines von Hausers vor der Saison ausgegebenen Ziele lautete: „Auswärts stabiler sein.“ Bisher klappte das ganz vorzüglich. Nach drei Auftritten in der Fremde ist die Auswärts-Weste noch blütenweiß. Neben den beiden Pokalerfolgen (3:0 in Aachen, 3:2 in Düren) ging Herrsching auch in Rottenburg (3:2) als Sieger vom Feld.

Großartig umstellen müssen sich Kapitän Patrick Steuerwald & Co. auf die Solinger Heimstätte nicht. In der Friedrich-Albert-Lange-Sporthalle finden gerade mal knapp 600 Zuschauer Platz. Für die nächsten beiden Spielzeiten erteilte die Volleyball Bundeslia (VBL) den Schmetterkünstlern aus der Klingenstadt wie den Herrschingern eine Sondergenehmigung. In der vergangenen Saison wurde Solingen (das im Städtedreieck Düsseldorf - Leverkusen - Wuppertal liegt) souverän Meister in der 2. Liga Nord. Doch eine Etage höher ist man noch nicht so recht angekommen. Alle fünf Ligaspiele und auch das Pokalspiel bei Zweitligist Laggenbeck gingen verloren. Finanziell sind die Nordrhein-Westfalen nicht auf Rosen gebettet. Mit einem Mini-Etat (230 000 Euro) wagt man das Abenteuer Bundesliga.

Unterdessen hat sich die personelle Lage beim selbsternannten Geilsten Club der Welt verschlechtert. Neben den Herrschinger Langzeitverletzten Matt Tarantino und Aleksandar Milovancevic fällt nun auch Mittelblocker Peter Ondrovic aus. Der Slowake hat sich gegen die Rhein Main Volleys aus Frankfurt einen Finger ausgekugelt. So wird der vor der Saison aus Salzburg gekommene Nicolai Grabmüller immer wichtiger. Doch Hauser hat mit Michael Wehl, der in den vergangenen beiden Jahren zum Erstliga-Kader des TSV Herrsching gehörte und sich vor knapp einem Jahr gen Australien verabschiedete, einen erstklassigen Ersatzmann aus dem Hut gezaubert. Dirk Schiffner

Fanbus nach Berlin

Für das am Donnerstag, 24. November, stattfindende Pokalhalbfinale in Berlin hat Getränkesponsor Hacker-Pschorr einen kostenlosen Fanbus zur Verfügung gestellt. Los geht’s um 8 Uhr an der Nikolaushalle, nach dem Spiel geht’s direkt wieder zurück. Ein paar Restplätze sind noch frei. Wer mitfahren möchte: fanfahrt@geilsterclubderwelt.de.

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