Da hilft auch Beten und Betteln nicht: Zuspieler Patrick Steuerwald fand nicht zu seiner Normalform. foto: svj

TSV Herrsching zeigt sein fades Auswärtsgesicht

Herrsching - Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching haben mal wieder ihr Auswärtsgesicht gezeigt. Bei den United Volleys RheinMain verlor die Mannschaft von Coach Max Hauser glatt mit 0:3 (20:25, 11:25, 21:25).

Während der Tabellendritte aus der hessischen Banken-Metropole das Heimspielrecht für die erste Playoff-Runde festgezurrt hat, müssen die Ammerseer mehr denn je um die direkte Playoff-Teilnahme bangen. Drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde steht Herrsching mit 21 Punkten weiterhin zwei Zähler hinter dem Tabellen-Sechsten TV Bühl, der jedoch, zumindest auf dem Papier, das einfachere Restprogramm hat.

Michael Warm zeigte sich nach der 71-Minuten-Match überglücklich über die erfolgreiche Revanche. „Das war eine enorme Steigerung gegenüber dem Hinspiel“, stellte der United Volleys-Coach zufrieden fest. Damals hatte Frankfurt in Herrsching klar mit 0:3 verloren. Am Mittwochabend ließ der ambitionierte Aufsteiger aber zu keiner Zeit Zweifel aufkommen, dass der Sieger nur United Volleys RheinMain heißen würde. „Heute waren wir konsequenter, haben weniger Fehler gemacht“, sagte Warm.

Sein Herrschinger Kollege Hauser war trotz der zehnten Saisonpleite nicht ganz unzufrieden. „Auch wenn die Zahlen recht deutlich sind, wir müssen uns nicht komplett schämen. Die Spiele, die wir gewinnen wollen, kommen nächste Woche.“ Wichtig ist Hauser, dass man sich vor den bevorstehenden Playoffs in Stimmung bringt. „Es geht jetzt darum, dass wir uns insgesamt ein Stück weiterentwickeln.“

In der Herrschinger Starformationen standen wieder Patrick Steuerwald und Phillip Trenkler. Doch voll auf der Höhe waren beide noch nicht. „Er hat sich teilweise versteckt“, sagte Hauser über Zuspieler Steuerwald, der auf der Heimfahrt seinen 30. Geburtstag feierte. Auch Trenkler spielte unter seinem Niveau. Die Annahmequote von 41 Prozent war eines Trenklers unwürdig. Insgesamt vier Annahmefehler unterliefen dem 21-Jährigen, seine Nebenleute Ferdinand Tille und Julius Höfer steuerten drei bzw. zwei Fehler dazu. Den Grund sah Hauser in den starken Frankfurter Aufschlägen. Vor allem Jan Zimmerman lieferte im ersten und zweiten Durchgang zwei starke Aufschlagserien. „Das war schon teilweise Weltklasse.“ Insgesamt fünf Asse gelangen dem Nationalspieler, auch Christian Dünnes (drei Asse) war ein Garant von der Aufschlaglinie. Nach der Partie wurde der Frankfurter Oldie zum wertvollsten Spieler des Abends gewählt.

Im Angriff ließen Daniel Malescha & Co. einiges an Präzision vermissen. Steuerwald spielte zwar wie gewohnt variabel zu, doch einige Angriffsschläge landeten teils weit im Aus, im Netz oder wurden geblockt. Insgesamt sieben Blocks verbuchten die hessischen Hünen. Vor allem auf Malescha schossen sich die Frankfurter ein und brachten ihn so zur Verzweiflung. Nur 29 Prozent seiner Angriffe brachte der 21-Jährige durch. Zehn Punkte bedeuteten die schwächste Saisonausbeute bisher.

Nach einem ausgeglichenen Beginn zog Frankfurt ab Mitte des ersten Satzes davon. Bei Herrsching waren Abstimmungsprobleme in der Annahme unübersehbar. Nach 25 Minuten hieß es 25:20 für Frankfurt. Im zweiten Satz stellte Zimmermann schnell auf 5:0, zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:3, zur zweiten 16:10. Doch selbst personelle Korrekturen (Tobias Neumann für Steuerwald, Benedikt Doranth für Höfer, Florian Malescha für Trenkler), brachten nicht den gewünschten Erfolg. Drei Fehler von Daniel Malescha besiegelten schließlich den zweiten Satzgewinn (25:11). Im dritten Durchgang zeigte sich Herrsching zwar verbessert, doch gegen dieses Frankfurt war an diesem Abend einfach kein Kraut gewachsen. Mit einem krachenden Schmetterball machte Mittelblocker Georg Escher alles klar (25:21).

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