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Gebölitzt wird an der falschen Stelle, schimpfen die Breitbrunner. 

Ortsteilversammlung

Groll aufs Staatliche Bauamt

Breitbrunn - Bei der Orsteilversammlung brennt den Breitbrunnern vor allem ein Thema unter den Nägel: der Verkehr. Das Staatliche Bauamt lehnt jede Maßnahme ab, das Tempo auf der Staatsstraße zu reduzieren. Das wurmt die Bewohner des Herrschinger Ortsteils immer mehr.

Unverständnis und Verärgerung, nicht nur bei den unmittelbar Betroffenen, über ein Amt, das konsequent alle Versuche ablehnt, entlang des Ortseingangs an der Staatsstraße den Verkehrslärm zu reduzieren und die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern: Der ruhige Verlauf der Ortsteilbürgerversammlung in Breitbrunn am Donnerstagabend im Vortragssaal der Ursberger Kongregation darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die seit Jahren immer wieder geforderten Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung und sicheren Querung der Herrschinger Straße im Bereich der Sportstätten nicht vorankommen. Die wenigsten Autofahrer hielten sich an die bereits vor dem Ortseingang vorgeschriebenen 70 Stundenkilometer, und auch das Ortsschild veranlasst kaum einen, den Fuß vom Gas zu nehmen, beklagte Hermann Breitenberger, einen der unmittelbar vom Lärm geplagten Anwohner am Rauscher Weg. Noch schlimmer sei es geworden, als das für die Staatsstraßen zuständige Bauamt in Weilheim Bäume und Büsche am östlichen Straßenrand „rasiert“ habe. Und ein Wall sei grundsätzlich abgelehnt worden. Zudem, ärgerte sich Breitenberger, würde von der Polizei viel zu wenig gemessen, abgesehen davon, dass ein ungeeigneter Standort dafür gewählt werde. Der sei bereits von Weitem sichtbar, da bremse jeder gleich runter.

Lärm und Gefährdung für Fußgänger beklagt auch Peter Günther. Eine im Rahmen des Gasamtverkehrskonzepts vorgeschlagene Verkehrsinsel, die nachweislich das Tempo reduzieren würde, hat Weilheim abgelehnt, bedauert auch der Rathauschef Christian Schiller. Für einen Tunnel, den die Gemeinde finanziell stemmen müsste, fehlten sowohl Mittel als auch Grund. Dennoch, so versprach er, werde das Thema auf einer der nächsten Ratssitzungen auf die Tagesordnung kommen.

Ein Radweg entlang der Staatsstraße von Herrsching nach Breitbrunn sei zunächst von der Regierung von Oberbayern ins Radwegenetz eingebaut, dann „gestutzt“ und schließlich wieder entfernt worden, bedauerte Schiller. Für einen erneuten Versuch müsste der Grund komplett neu vermessen werden. Den dafür fälligen Betrag in einem „hohen fünfstelligen Bereich“ müsste die Gemeinde übernehmen.

Im Bereich der Seestraße 35 in Breitbrunn sei eine Straßenlaterne geboten, fordert eine Anliegerin. Grundsätzlich sei dies auch machbar, meinte der Bürgermeister. Die Kosten dafür müssten allerdings auf die Anlieger umgelegt werden, Mittel im Haushalt seien dafür nicht eingestellt.

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