Nach Satz zwei wardie Moral gebrochen

TSV Herrsching auswärts ohne Aggressivität

Herrsching - Nichts zu holen gab es am Faschingssamstag für die Volleyballer des TSV Herrsching. In Düren verlor die Mannschaft von Coach Max Hauser glatt mit 0:3.

Herrschings Trainer Max Hauser zeigte sich nur bedingt unzufrieden. „So mega enttäuscht bin ich nicht.“ Allerdings stellte er fest: „Wir haben nicht besonders gut gespielt. Düren hat keinen einzigen Fehler gemacht.“ Düren hat es, so Hauser, geschafft, individualtaktisch eine gute Lösung zu finden. „Daraus können wir lernen. Wir hauen immer nur drauf.“ Kein einziger Herrschinger Spieler brachte es zu einer Normalform. Sein Dürener Kollege Anton Brams hingegen zeigte sich hochzufrieden: „Das war jetzt unser vierter Sieg in Folge.“ In der Blitztabelle der 1. Bundesliga kletterte Düren sogar auf Platz zwei, Herrsching rangiert weiterhin auf dem achten Platz.

Der überragende Mann des Spiels war Dürens Sebastián Gevert, der nach dem 73 Minuten dauernden Match zum wertvollsten Spieler gekürt wurde. Mit 14 Punkten, davon sechs Asse war der Chilene der erfolgreichste Punktesammler. Daniel Malescha, der körperlich noch nicht richtig fit ist, brachte es auf nur zehn Zähler. Die 30 Prozent Angriffspunkte waren Maleschas schwächster Wert in dieser Spielzeit.

Von Beginn an rannte Herrsching der Musik hinterher. Zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:4 für die Powervolleys, zur zweiten bereits 16:10. Selbst die Hereinnahme von Florian Malescha (für Peter Ondrovic) und Tobias Neumann (für Patrick Steuerwald) brachten keine Wende mehr. Am Ende hieß es 25:15 für Düren. Im zweiten Satz zeigte sich der TSV Herrsching kurzzeitig auf Augenhöhe. Das Team vom Ammersee agierte etwas konzentrierter in Annahme und Aufschlag, allerdings nur einen halben Satz lang. Bis Sebastián Gevert an die Aufschlaglinie trat. Mit seinen kanonenartigen Angaben (Hauser: „Aufschläge, dass es nur so raucht“) drehte der Chilene den Satz praktisch im Alleingang. Aus einem 8:10 machte er ein 16:10. „Spidy hat uns da nach vorne gebracht. Danach haben alle hochkonzentriert weiter gearbeitet“, erklärte Dürens Mittelblocker Michael Parkinson. Mit einem fulminanten Schmetterball tütete Außenangreifer Dennis Barthel den zweiten Satz (25:20) ein. Die Herrschinger Moral war dahin. Düren hatte gegen teilweise desorientierte Herrschinger leichtes Spiel. Mit einem Schmetterball ins Aus bescherte Roy Friedrich, der auf Seiten der Herrschinger zum besten Spieler gewählt wurde, den Hausherren den Sieg bringenden Punkt zum 25:18.

Den Kopf zerbrechen will sich Hauser über die Tatsache, „warum uns auswärts die Aggressivität fehlt. In der Fremde wirkt es immer etwas künstlich, daheim ist es authentischer.“ Im achten Auswärtsspiel war es bereits die siebte Niederlage. Daheim ist die Bilanz deutlich besser (sechs Spiele, vier Siege).

Praktischerweise stehen nun zwei Heimspiele für Herrsching auf dem Spielplan. Bereits am Donnerstag kommt es zum Duell mit Schlusslicht Rottenburg, am 20. Februar kommt die VSG Coburg in die Nikolaushalle.

Eine Art Trostpreis bekam Hauser von Dürens Faschingsprinz Wimar I. „Ich habe eine Medaille bekommen“, sagte Faschingsmuffel Hauser leicht gequält.

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