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Geschichte geschrieben haben am Mittwoch die Volleyballer des TSV Herrsching. Das Team von Trainer Max Hauser zog erstmals ins DVV-Pokalfinale ein.

Volleyball

TSV Herrsching feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte

Die Volleyballer des TSV Herrsching sind am Mittwochabend ins DVV-Pokalfinale eingezogen - der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. 

Die Volleyballer des TSV Herrsching haben ihrem ohnehin schon umfangreichen Geschichtsbuch ein neues, sensationelles Kapitel hinzugefügt. Am Mittwochabend gewann die Mannschaft von Trainer Max Hauser im Viertelfinale des DVV-Pokals bei den SWD powervolleys Düren mit 3:2 (21:25, 25:16, 20:25, 26:24, 15:12).

Erstmals überhaupt steht der Klub vom Ammersee im Halbfinale des Pokalwettbewerbs. Dort trifft der selbsternannte Geilste Club der Welt auf den Sieger der Partie Berlin Recycling Volleys gegen SVG Lüneburg (gestern Abend nach Redaktionsschluss). Doch ob die Partie tatsächlich in der Nikolaushalle stattfindet, konnte Fritz Frömming gestern nicht sagen. „Nach den bestehenden Statuten der Volleyball-Bundesliga ist unsere Halle nicht geeignet für ein Pokalhalbfinale“, sagt der Herrschinger Teammanager, der aber auf eine Ausnahmegenehmigung (wie im Ligabetrieb) hofft. „Der Ball liegt derzeit bei der VBL“, so Frömming gestern. Alle in Frage kommenden Hallen in und um München sind am 24. November belegt. Eine Entscheidung soll zeitnah erfolgen.

Finanziell liegen Welten zwischen Düren und Herrsching, sportlich begegneten sich beide Teams am Mittwoch auf Augenhöhe. „Ich habe selten so ein spannendes und schönes Spiel gesehen“, sagte ein sichtlich erleichterter Hauser nach dem 126-minütigen Volleyballkrimi.

Die Powervolleys Düren, die bisher noch keinen einzigen Satz gegen Herrsching abgegeben hatten, holten sich den ersten Durchgang mit 25:21. Im zweiten Satz (25:16 für Herrsching) schlugen die Ammerseer besser auf. Auch die langen Ballwechsel konnten die Herrschinger nun für sich verbuchen. Der Abnützungskampf ging weiter. Satz drei blieb bis zum Ende spannend, den längeren Atem hatten nun wieder die Gastgeber (25:20). Im vierten Satz führte Düren bereits mit 21:17, Herrsching war schon so gut wie ausgeschieden.

„Doch ich habe den Jungs das Feuer angemerkt“, umschrieb Hauser die letzte Auszeit. Herrsching kämpfte sich Punkt um Punkt heran, Düren wackelte in der Annahme. Schließlich verwandelte Außenangreifer Tom Strohbach, der auch zum wertvollsten Spieler der Begegnung gewählt wurde, den dritten Satzball zum 26:24 und zum Ausgleich. „Ich wusste, jetzt geht was“, sah Hauser den psychologischen Vorteil im Tie-Break auf Seiten seiner Mannschaft. Schnell zog Herrsching auf 4:0 davon, doch Düren kam erneut zurück. Mit einem Monsterblock machte Julius Höfer nach über zweieinhalb Stunden Bruttospielzeit die Sensation schließlich perfekt. Wie kleine Kinder trollten sich Spieler und Trainer auf dem Dürener Parkett, auch im fernen Herrsching flippten die GCDW-Fans beim Public Viewing regelrecht aus.

Während die Fans die Nacht zum Tag machten, ging es für Kapitän Patrick Steuerwald & Co. noch in der Nacht zurück aus der Eifel an den Ammersee. Früh am Morgen kamen alle unversehrt zurück, den Donnerstag gab Hauser seinen Spielern trainingsfrei. Doch die Luft reicht nur zu einem kurzen Durchschnaufer. Am Wochenende hat der TSV gleich ein Doppelheimspiel (Samstag VCO Berlin, Sonntag Frankfurt) vor der Brust. Dirk Schiffner

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