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Das Schmuttertalgymnasium in Diedorf soll als Vorbild dienen.

Schulneubau

Herrsching wird das Gymnasium der Zukunft

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Landkreis Starnberg - Das Schmuttertal-Gymnasium aus Diedorf soll jetzt ganz offiziell als Beispiel dafür dienen, wenn der Landkreis an die konkreten Planungen für den Neubau des Gymnasiums in Herrsching gehen will.

Das Vorhaben, ein weiteres Gymnasium im Landkreis zu errichten, ist und bleibt umstritten. Das wurde gestern im Kreistag einmal mehr deutlich. Die einen betrachten einen Neubau in Herrsching für mindestens 40 Millionen Euro als rausgeworfenes Geld, nachdem das Gymnasium in Gilching nach wie vor freie Kapazitäten hat und für 34 Millionen Euro erweitert wurde, um Platz für bis zu 1400 Schüler zu bieten.

Der FDP-Fraktion im Kreistag geht das mit dem Herrschinger Neubau alles viel zu langsam. Deswegen stellte sie den Antrag, den Architektenwettbewerb umgehend zu starten, damit irgendwann losgebaut werden kann. Das wiederum geht den Mitarbeitern des Landratsamtes dann aber doch deutlich zu schnell. „Die Verwaltung kommt an ihre Grenzen“, so Kreiskämmerer Stefan Pilgram. Bis jetzt sei bereits die Wettbewerbsvorbereitung und die Baugrunduntersuchung abgeschlossen. Zudem sei die Entscheidung gefallen, welche der insgesamt fünf besichtigten Schulen als Vorbild für den Neubau in Herrsching dienen soll: Das Schmuttertalgymnasium in Diedorf (siehe Infokasten). Bevor man jetzt an den Architektenwettbewerb gehen könne, seien aber noch einige Fragen zu klären. Als erstes müsse nun die Erschließung des Grundstücks feststehen, damit die Architekten eine Arbeitsgrundlage haben.

Zuerst kommt die Verkehrsplanung

Deswegen sei das Verkehrsplanungsbüro der Gemeinde Herrsching bereits dabei, einen Kreisverkehr für die Staatsstraßen 2068 und 2069 zu planen, werde diskutiert, wo Parkplätze und Rettungswege eingerichtet werden sollen, wo die Schulbusse halten sollen. Wenn diese Vorbereitungen Ende des Monats erledigt sind, müssen verschiedene Ämter dazu gehört werden, so dass frühestens Ende November der Architektenwettbewerb starten könnte. Wobei, wie Pilgram klarstellte, noch nicht einmal entschieden ist, ob es überhaupt einen solchen Wettbewerb geben wird.

Denn der Landkreis spekuliert immer noch darauf, das Ganze in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung für Umwelt einfach zu einem Forschungsprojekt zu machen. Erste Vorgespräche ergaben, dass eine Förderung durchaus möglich wäre – in Diedorf schoss die Stiftung immerhin 1,1 Millionen Euro zu. Dazu müsste man sich aber vorher auf einen Forschungsschwerpunkt festlegen. Denkbar wäre ein Projekt zu Pädagogischer Architektur, zu Holzbau oder modularem Bauen.

Das muss bis zum Herbst genau mit der Bundesstiftung Umwelt abgestimmt werden. Der Vorteil des Forschungsprojekts wäre, dass der Landkreis hier seinem Ansinnen, eine Vorreiterrolle einzunehmen, möglichst ökologisch zu bauen, nachkommen würde. Da hatte auch die in Sachen Schulneubau notorisch ungeduldige FDP nichts auszusetzen und zog ihren Antrag zurück. Das Gymnasium Herrsching dürfte eines der heißen Themen für den Kreistag im kommenden Herbst werden.

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