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Volle Pulle, volle Hütte, volle Punktausbeute: Herrschings Volleyballer jubelten am Samstag vor 1000 Zuschauern über einen wichtigen Heimsieg gegen den TV Ingersoll Bühl. 

Volleyball

Herrsching schnuppert an den Playoffs

Herrsching - Der TSV Herrsching hat sich im Kampf um Platz sechs in der Volleyball-Bundesliga zurückgemeldet. Gegen Ingersoll Bühl gewann das Team am Samstag 3:1.

Max Hauser war zufrieden nach dem 3:1 (25:22, 23:25, 25:20, 25:14)-Heimsieg gegen Ingersoll Bühl. „Wir haben gezeigt, dass wir aufstehen können“, sagte der Herrschinger Volleyball-Trainer nach dem 103-Minuten-Spektakel. Das Publikum - die Nikolaushalle war wieder mit 1000 Fans restlos ausverkauft - sorgte, so Hauser, wieder einmal für eine „bombastische Stimmung“. Speziell im vierten Satz trug dies zur Entscheidung bei.

„Das war der erste Schritt in die richtige Richtung, eine super Teamleistung“, freute sich Kapitän Patrick Steuerwald. „Auch wenn es noch nicht unser höchstes Level war, was wir spielen können.“ Der Herrschinger Zuspieler wurde nach der Partie zum besten Spieler gekürt - bereits zum fünften Mal in dieser Saison. Einmal mehr fand der 29-jährige Regisseur die perfekte Mischung. Neben Daniel Malescha, mit 18 Punkten einmal mehr punktbester Akteur, punkteten auch Julius Höfer (17), Peter Ondrovic (13) und Roy Friedrich (11) zweistellig.

Entsprechend Lob gab es von Hauser für die drei. Vor allem Höfer hätte die Ehrung zum MVP ebenfalls verdient gehabt, so Hauser. „Ohne Julius hätten wir wahrscheinlich verloren. Er hat mit am besten aufgeschlagen und die Annahme brutal gehalten.“ Mit der Folge, dass Bühl den Aufschlag umstellte und auf Phillip Trenkler gegangen ist. Aber auch die Mittelblocker Ondrovic und Friedrich („bockstark“) wollte Hauser nicht vergessen wissen.

Nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz sechs

Von Beginn an waren beide Mannschaften auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Erst Mitte des ersten Satzes zogen die Hausherren die Zügel etwas an und konnten auf 20:15 davonziehen. Doch die Schwaben kamen zurück, verzettelten sich dann nach einem umstrittenen Punktgewinn allerdings in einer Diskussion mit Schiedsrichter Anton Probst (Marktoberdorf). Die Konzentration war dahin, mit zwei krachenden Schmetterbällen sorgte Daniel Malescha für den Satzgewinn. Vor allem die Aufschläge waren das Salz in der Suppe. Hauser: „Wir haben heute viel Risiko in die Aufschläge gelegt. Das hätte auch nach hinten losgehen können.“

Ging es aber nicht. Die Gäste hatten aber die richtige Antwort parat. Mit dem zweiten Satzball glich der Pokalfinalist nach Sätzen aus. Einige einfache Fehler im Angriff und im Aufschlag sorgten letztlich für den Herrschinger Satzverlust. Nach der Pause erwiesen sich die Herrschinger als das willensstärkere Team. Mit einem Ass legte Ondrovic den Grundstein zum Satzgewinn, mit zwei direkten Punkten brachte Steuerwald die GCDW-Arena endgültig zum Kochen. Mit 25:20 war der dritte Durchgang zu Gunsten der Ammerseer eingetütet. Die Moral der Gäste war dahin.

Im Schnelldurchgang machte Herrsching im vierten Satz den Deckel drauf. Während Bühl praktisch gar nichts mehr gelang, fand jeder Herrschinger Ball seinen Weg ins Ziel. „Das ist eine psychische Sache“, resümierte Hauser, „das ist uns auswärts auch schon passiert“. Zum Beispiel vor sechs Wochen in Friedrichshafen, als Herrsching nach zwei starken, aber verlorenen Sätzen im dritten Durchgang kein Bein aufs Parkett gebracht hatte.

Sieben Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde steht Herrsching weiterhin auf Rang acht, der Rückstand auf die am kommenden Wochenende spielfreien Bühler (derzeit Platz sechs) beträgt allerdings nun nur noch zwei Zähler. Beim Geilsten Club der Welt in Herrsching denkt man dennoch weiterhin von Spiel zu Spiel. In den kommenden Wochen geht es gegen Düren, Rottenburg und Coburg. „Diese Spiele kannst du alle gewinnen, aber auch alle verlieren. Unser Ziel wird sein, jedes Spiel zu gewinnen“, blickte Hauser kurz voraus. Und widmete sich anschließend wieder den Gratulanten und Autogrammjägern.

Dirk Schiffner

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