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Freuen sich über die großzügige Spende: Susanne Kopfmiller (Die Post), Sozialreferentin Christina Reich,  Pfarrer Simon Rapp, Pfarrerin Angela Smart, Wirtin Elisabeth Walch und Mitarbeiterin Melanie Wichmann.

Freude-schenken-Aktion

Wertvolles Polster für einige Monate

Herrsching - Die Aktion "Freude schenken" und der Adventskalender der Herrschinger Gewerbetreibenden toppt die Erfolge der Vorjahre. Initiatorin Elisabeth Walch ist nach wie vor mit Begeisterung dabei, hofft in den nächsten Jahren aber auf Unterstützung.

„Von Herrschingern, für Herrschinger.“ Unter diesem Motto überreichte Elisabeth Walch, Wirtin der „Post“, symbolisch 4100 Euro an die Vertreter der beiden Kirchen, Pfarrerin Angela Smart und Pfarrer Simon Rapp, sowie Herrschings Sozialreferentin Christina Reich. Die Summe stammt aus der wiederkehrenden Aktion „Wir wollen Freude schenken und Lebendiger Adventskalender“, die die Elisabeth Walch bereits zum dritten Mal anstieß. Mit Erfolg, denn erneut übertraf die Spendensumme die des Vorjahres: diesmal um 600 Euro.

Viele Herrschinger Geschäfte hatten sich wieder beteiligt. „Es ist irre, was da zusammengekommen ist“, freute sich Claudia Feyrer-Körner vom Creativ Studio. Der Betrag ist ausschließlich für Herrschinger Familien vorgesehen. Nun freut sich nicht nur die evangelische Pfarrerin Angela Smart über das extra „Polster“, das sie zum Beispiel in dringend benötigte Kinderbetten stecken kann. Oder sie fährt mit einem Obdachlosen zum Einkaufen. Erfahrungsgemäß reiche dieses Polster für einige Monate. „2015 konnte ich noch bis Oktober auf die Kasse für Bedürftige zurückgreifen“, erinnerte sie sich. „Jetzt kann ich beruhigt sagen: Ich habe ein bisschen Geld zur Verfügung.“

Auch für die Sozialreferentin bedeutet die Finanzspritze, dass sie ihre Schützlinge bei Bedarf zusätzlich unterstützen kann. Bei der Verwendung achtet die Gemeinderätin auf „Hilfe zur Selbsthilfe“. Gezielt finanziert sie zum Beispiel das S-Bahn-Ticket, Bewerbungsunterlagen und ein neues Hemd für ein Bewerbungsgespräch. Oder steckt etwas in benötigte Arbeitsklamotten. „Oft fehlt es am Allernötigsten“, weiß sie. Mit wenig Mitteln könne man manchmal helfen, dass die Menschen wieder „beide Füße auf den Boden kriegen“.

Der Initiatorin ist es wichtig, das gesammelte Geld in vertrauensvolle Hände zu geben – und die Hilfe im Ort zu lassen. „Es gibt genug Elend vor unserer Haustür, da muss ich das Geld nicht wer weiß wohin spenden.“ Am Ende der Aktion wirkt sie müde und bestätigt dies auch. Die Organisation ging an ihre persönlichen Grenzen und an die der Mitarbeiter, die bei Hochbetrieb im Dezember 500 Päckchen packen, Lose verkaufen und die Einnahmen aus den Losen protokollierten. „Für das nächste Mal brauche ich dringend Ehrenamtliche, die mich unterstützen.“ Ein versteckter Hinweis an Freiwillige, sich zu beteiligen.

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