Bahnhofsvorplatz

Erst die Details, dann der Wettbewerb

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Der Planungswettbewerb für die Gestaltung des Bahnhofumfeldes muss weiter warten. Zwar liegt nun eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Tiefgarage unter dem Bahnhofsvorplatz vor, diese allerdings müssen sich in das Gesamtverkehrskonzept der Gemeinde einfügen – und diese Abstimmung erfolgte noch nicht. „Es ist noch ein Haufen zu klären“, sagte Stadtplaner Professor Ludwig Schegk. Ohne diese Abklärung macht ein Planungswettbewerb deshalb keinen Sinn.Der Herrschinger Gemeinderat ließ sich die Machbarkeitsstudie in der jüngsten Sitzung vom Herrschinger Straßenplaner Benjamin Neudert präsentieren. Er hatte zwei Standorte untersucht: unterirdisch den Bahnhofsvorplatz in vier Varianten mit 50 auf einer Ebene bis zu 132 Stellplätze auf drei Ebenen, und überirdisch den Bahndamm mit 35 bis 100 Stellplätzen, die in einem bis zu 91 Meter langen und dreigeschossigen Parkhaus untergebracht würden. Diese Vorstellung trieb allerdings das blanke Entsetzen in die Gesichter einiger Gemeinderäte. „Das ist schlimmer als das, was wir am Park-and-Ride-Parkplatz verhindert haben. Ich bin schockiert“, sagte zum Beispiel Willi Welte (CSU). Auch sein Fraktionskollege Klaus Pittrich hatte das Gefühl, er würde von der Vergangenheit eingeholt. Pittrich: „Wir müssen etwas anderes finden.“ Diese Ansicht teilte die gesamte Ratsrunde, die sich auf die Möglichkeiten mit Tiefgarage unter dem Bahnhofsvorplatz konzentrierte. Jedenfalls mehrheitlich, denn Rita Mulert (Grünen) lehnte jede weitere Möglichkeit ab, weiteren Verkehr in den Ort zu ziehen. „Das ist rausgeschmissenes Geld“, sagte sie gerade heraus.Ohne Zweifel werfen die Varianten die Neudert präsentierte, Fragen auf. Nach seinen Vorschlägen werden Ab- und Zufahrt über die Bahnhofstraße abgewickelt, die im Gesamtverkehrskonzept eigentlich verkehrsberuhigt werden soll. Eine Lösung konnte auch der Herrschinger Verkehrsplaner Dr. Ralf Kaulen so schnell nicht aus dem Ärmel schütteln. Er war zu einem anderen Thema als Fachreferent geladen und wurde gebeten, Stellung zu nehmen. Dies erschien ihm auf die Schnelle aber unmöglich. Eine andere Lösung könnte nämlich sein, die Ladestraße einzubinden, die wurde aber im Zuge des Ausbaus der Park-and-Ride-Anlage bezuschusst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei einer Veränderung Fördermittel zurückgezahlt werden müssten. Dies alles muss noch abgeklopft werden. Das einzige, wofür sich in der Runde eine Mehrheit fand, ist, eine eingeschossige Tiefgaragenvariante mit 75 Stellplätzen zugrunde zu legen. Neudert schätzte die Kosten dafür auf 2,5 Millionen Euro.

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