„Der Spaß ist wieder da“: Herrschings Liberol Ferdinand Tille zeigte nach der verpassten Olympia-Teilnahme am Mittwoch gegen die Netzhoppers aus Wusterhausen eine starke Leistung. foto: svj

Volleyball

Vom Olympia-Aus gut erholt

Herrsching - Volleyball-Bundesligist TSV Herrsching startet mit einem 3:0-Sieg über die Netzhoppers Königs Wuserhausen ins neue Jahr.

Mit einem Erfolgserlebnis ist der TSV Herrsching ins Volleyball-Jahr 2016 gestartet. In Abwesenheit ihres erkrankten Cheftrainers Max Hauser gewann der Klub vom Ammersee am Mittwochabend gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen klar mit 3:0 (25:15, 25:20, 25:21).

850 Zuschauer in der Herrschinger Nikolaushalle feierten ihre Bundesligahelden, einen besonders warmen Applaus bei der Spielervorstellung vor der Partie bekamen die beiden Nationalspieler Ferdinand Tille und Patrick Steuerwald. Letzterer wurde nach dem Drei-Satz-Sieg zum Spieler des Spiels gekürt. Eine absolut gerechtfertigte Wahl. Während der 75 Minuten schien der 29-Jährige das verkorkste Olympia-Qualifikationsturnier ausgeblendet zu haben. Im Lederhosen-Trikot glänzte Steuerwald wie gewohnt. Die Diagonalachse mit Topscorer Daniel Malescha (18 Punkte) funktionierte. Groß trumpften diesmal aber auch Julius Höfer (11) über Außen und vor allem Roy Friedrich (13) über die Mitte auf.

Während Gästetrainer Mirko Culic gar nichts zum Spiel sagen wollte, war Hausers Co-Trainer Uwe Lindemann hinterher voll des Lobes über die starke Teamvorstellung. „Wir waren heute einfach gut drauf. Unser Aufschlagdruck war stark.“

Allerdings waren die technisch wie spielerisch limitieren Gäste auch der perfekte Gegner gewesen. Vor allem im ersten Durchgang zeigten die Brandenburger kaum Gegenwehr. Mit einer starken Aufschlagserie Mitte des ersten Satzes legte Steuerwald den Grundstein zum Satzgewinn gegen den Tabellenneunten. Nach knapp 22 Minuten besiegelte Friedrich mit einem blitzsauberen Netzroller den Satzgewinn (25:15).

Im zweiten Abschnitt machten die Herrschinger da weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten. Bereits beim Stand von 2:0 nahm Netzhoppers-Coach Culic eine Auszeit, um seinen Spielern ins Gewissen zu reden. Allerdings nur mit minimalem Erfolg. Bis zur zweiten technischen Auszeit hatten sich die Gäste allerdings herangetastet. „Da haben wir kurzzeitig den Faden verloren“, sagte Libero Ferdinand Tille. Mit dem spektakulärsten Punktgewinn des Spiels glichen die Netzhoppers zum 19:19 aus. „In der entscheidenden Phase haben wir einen Gang zugelegt“, resümierte Steuerwald. Höfer und zweimal Malescha erspielten den Hausherren vier Satzbälle. Gleich den ersten verwandelte Steuerwald mit einem Netzroller-Ass (25:20).

Satz drei war eine ähnlich zähe Angelegenheit, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Immer wieder ging es hin und her. Erst in der Schlussphase setzte sich schließlich die höhere Qualität durch. Mit einem Doppelblock sorgten Phillip Trenkler und Roy Friedrich für das 25:21 und grenzenlosen Jubel in der Halle. Und die Nationalspieler? „Der Spaß war wieder da“, sagte Tille. Steuerwald dagegen knabberte doch noch sichtlich an der verpassten Olympia-Chance mit der Nationalmannschaft.

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