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Trotz Bänderriss will Mittelblocker Roy Friedrich (l.) am Samstag das letzte Spiel des Jahres in Düren bestreiten.

Volleyball-Bundesliga

Herrschings Problemzone bleibt die Mitte

Herrsching - Zum letzten Spiel des Jahres reisen die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching nach Düren.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir Punkte aus Düren entführen.“ Fast schon poetisch beschloss Coach Max Hauser seine Vorschau auf das letzte Spiel des Jahres am Samstag, 19.30 Uhr (live im Internet bei sportdeutschland.tv) bei den SWD Powervolleys Düren. Vor knapp sechs Wochen feierten die Herrschinger Bundesliga-Volleyballer in der Nordeifel ihren größten Erfolg der Vereinsgeschichte. „Damals haben sie uns unterschätzt“, blickt Hauser zurück auf den 3:2-Erfolg im DVV-Pokalviertelfinale. Entsprechend motiviert werden die von Tommi Tiilikainen betreuten Dürener die Herrschinger empfangen.

Auch diesmal dürfte es ein spannender Schlagabtausch werden. „Wir wollen zeigen, dass wir aus der schmerzhaften Lektion gelernt haben“, sagte der finnische Coach. Sein Herrschinger Kollege Hauser hofft auf einen erneuten Coup in der Eifel. „Wir müssen es schaffen, mit guten Aufschlägen die Dürener Annahme zum Wackeln zu bringen. Aber auch im Angriff müssen wir besser agieren als zuletzt in Bühl.“

Die Herrschinger Problemzone bleibt indes die Mitte. Als „nicht spielnah“ umschrieb Kapitän Patrick Steuerwald das Training ohne die Mittelblocker. In Düren werden dennoch Peter Ondrovic und Roy Friedrich (trotz Bänderriss) auf dem Parkett stehen. „Wir werden alles in die Waagschale werden“, verspricht Steuerwald. Schließlich bleibe der vor Wochenfrist verlorene Rang sechs das Ziel. Die beiden unmittelbaren Kontrahenten haben am letzten Spieltag vor der dreiwöchigen Pause die zumindest auf dem Papier einfacheren Partien. Bühl spielt beim noch punktlosen Schlusslicht in Solingen, Lüneburg daheim gegen Königs Wusterhausen.

Mit der Hinrunde ist Kapitän Steuerwald nicht ganz zufrieden. „Ein, zwei Punkte zu wenig“, lautet das Resümee des Nationalspielers. „Platz sieben spiegelt derzeit unseren Leistungsstand wider.“ Doch der Kapitän gibt den Kampf um die direkten Play- off-Plätze noch nicht auf: „Der letzte Drops ist noch nicht gelutscht.“

Im Januar starten die Herrschinger mit einem Heimspiel gegen Rottenburg, danach geht’s innerhalb von 24 Stunden gegen Königs Wusterhausen und VCO Berlin. Dann soll auf jeden Fall auch endlich Matt Tarantino ins preisgekrönte Lederhosen-Trikot schlüpfen. Ob der US-Boy sogar schon in Düren spielt, ließ Hauser offen. „Vielleicht, Julius Höfer fängt auf jeden Fall an.“ Tarantino und Tom Strohbach werden auch in der spielfreien Phase die eine oder andere Balleinheit haben. Für die anderen Akteure des Zwölfer-Kaders steht ansonsten viel Rehabilitation und Krafttraining auf dem Programm.

Dirk Schiffner

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