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Rein ins Vergnügen: Zum Auftakt der Pre-Playoffs gegen den TV Rottenburg soll Herrschings Nikolaushalle heute Abend wieder zum Tollhaus werden.

Volleyball

In Herrschings Festung gegen Rottenburg

Herrsching - Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching starten in die Pre-Playoffs. Gegner am Donnerstag ist der TV Rottenburg (20 Uhr/Nikolaushalle).

Playoff-Zeit, schönste Zeit. Auf einen Schlag sind 20 Hauptrundenspiele Geschichte. Haarscharf schrammten die Volleyballer des TSV Herrsching an der direkten Playoff-Teilnahme vorbei. Deshalb muss der selbsternannte Geilste Club der Welt im Ausscheidungsrennen (Pre-Playoff) als Tabellensiebter gegen den Zehnten TV Rottenburg bestehen. Das erste Spiel steigt am Donnerstagabend, 20 Uhr, in der Nikolaushalle. Am Samstag, 19.30 Uhr, findet in der Tübinger Paul-Horn-Arena das Rückspiel statt. Ein eventuell drittes und entscheidendes Spiel würde am 24. März anstehen.

In der regulären Saison konnte die Mannschaft von Cheftrainer Max Hauser die beiden Duelle gegen die Baden-Württemberger siegreich gestalten. Doch das zählt nichts mehr. Das weiß auch Hauser. Der TSV-Coach hat in den vergangenen Tagen eine Mannschaft erlebt, die sich stark auf das Erreichen des Viertelfinals fokussiert. „Die Mannschaft ist heiß“, stellt Hauser fest.

Rechtzeitig zu Beginn der entscheidenden Saisonphase zeigt die Herrschinger Formkurve wieder nach oben. Patrick Steuerwald tritt dennoch ein wenig auf die Euphoriebremse. „Man darf nicht erwarten, dass wir Rottenburg zweimal 3:0 aus der Halle ballern“, sagt der Herrschinger Kapitän. Aber zwei Erfolge gegen Rottenburg peilt Steuerwald natürlich schon an. „Wir wollen eine Saison, die okay war, gut abschließen und in die Playoffs kommen.“ Dort würde mit dem VfB Friedrichshafen dann der Hauptrunden-Zweite warten.

Dass es überhaupt gegen Rottenburg geht, haben die Herrschinger dem Umstand zu verdanken, dass die Volleyball-Bundesliga die wirtschaftlichen Missstände der VSG Coburg mit insgesamt neun Strafpunkten sanktionierte, die Nordbayern so auf den letzten Platz durchgereicht wurden und als Absteiger den Gang in Liga zwei antreten müssen. Das eigentliche Schlusslicht Rottenburg wurde so auf Platz zehn gehievt. Daher schiebt TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger die Favoritenrolle dem Gastgeber zu: „Herrsching ist auf jeden Fall der erdenklich schwerste Gegner für die Pre-Playoffs. Von allen Teams liegt uns diese Mannschaft wahrscheinlich am wenigsten.“

Hauser warnt aber, die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen. „Sie haben etliche Einzelkönner, die uns gefährlich werden.“ Zum Beispiel Moritz Karlitzek oder der Ex-Hachinger Tom Strohbach. Einziges Problem: So richtig als Mannschaft hat sich das Team heuer nicht präsentiert. „Das darf gerne noch zwei Spiele so bleiben“, meint Hauser.

Personell kann Hauser aus dem Vollen schöpfen. Steuerwald (Zuspiel), Roy Friedrich, Peter Ondrovic (Mittelblock), Daniel Malescha (Diagonal), Julius (Annahme/Außen) und Ferdinand Tille (Libero) sind gesetzt. Bis zuletzt grübelte der 32-Jährige über die letzte freie Position des Außenangreifers. Die Entscheidung, ob Florian Malescha oder Phillip Trenkler, fällte Hauser nach der letzten Trainingseinheit. Mit einer starken Partie gegen den CV Mitteldeutschland konnte sich Malescha am vergangenen Samstag für die Startformation empfehlen. Aber auch der zuletzt etwas in der Annahme schwächelnde Trenkler wäre gegen seinen Heimatklub eine Alternative.

Dirk Schiffner

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