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Riesenjubel: Nach dem zweiten Sieg in den Pre-Playoffs gegen Rottenburg stehen Herrschings Volleyballer erstmals in einem Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Volleyball

Herrsching erstmals in den Playoffs

Herrsching - Die Volleyballer des TSV Herrsching haben ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Erstmals stehen sie im DM-Viertelfinale.

In einem 130- Minuten-Krimi haben Herrschings Volleyballer am Samstag beim TV Rottenburg knapp, aber nicht unverdient mit 3:2 (25:21, 26:28, 23:25, 25:18, 15:10) gewonnen. In der Runde der letzten Acht bekommt es der Club mit keinem Geringeren als dem VfB Friedrichshafen zu tun. Am Karsamstag steigt das Hinspiel am Bodensee, fünf Tage später findet das Rückspiel in Herrsching statt.

„Jetzt werden wir kurz feiern. Und dann bereiten wir uns auf das Saisonhighlight gegen Friedrichshafen vor“, sagte Trainer Max Hauser nach dem zweiten Erfolg gegen Rottenburg innerhalb von 48 Stunden. Zuvor hatten der 32-Jährige und die 1100 Zuschauer in der Tübinger Arena jedoch ein wahres Auf und Ab der Gefühle erlebt. Zwar gewann Herrsching den ersten Satz mit 25:21, doch Rottenburg wollte sich diesmal nicht abschlachten lassen.

Die Domstädter präsentierten sich in allen Belangen verbessert. Vor allem die Außenangreifer Moritz Karlitzek und Tom Strohbach „haben ordentlich Dampf gemacht“, bestätigte Hauser. Im zweiten Durchgang versemmelte Herrsching drei Satzbälle. Rottenburg machte es besser und glich mit dem dritten vollendeten Satzball aus. Die Hausherren bekamen in der Folge deutlich Oberwasser. Beim Stand von 6:12 im dritten Satz nahm Hauser seinen Zuspieler Patrick Steuerwald („Er hatte insgesamt keinen guten Tag“) vom Feld. Tobias Neumann sorgte für etwas bessere Stimmung auf dem Parkett. „Wir haben danach besser aufgeschlagen und ein bisschen lockerer gespielt“, resümierte Hauser. Dennoch ging der Satz mit 23:25 verloren.

Im vierten konnte Herrsching eine Schippe drauf legen. Was auch an Neumann lag. Immer wieder bediente der 27-Jährige nun auch die Mitte. Peter Ondrovic und Roy Friedrich waren starke Abnehmer. Insgesamt erzielten die beiden Mittelblocker jeweils elf Punkte. Aber auch in der Annahme stand Herrsching deutlich stabiler. Vor allem Libero Ferdinand Tille war voll auf Betriebstemperatur. Bereits im Hinspiel war der 25-jährige Nationalspieler der beste Herrschinger Verteidiger gewesen. Die beste Quote erzielte aber der eingewechselte Phillip Trenkler. Der gebürtiger Tübinger war im dritten Satz für Florian Malescha gekommen. Mit einer konzentrierten Leistung krallte sich der GCDW den Satzgewinn (25:18) und erzwang so den Tie-Break.

Dort gelang den Ammerseern praktisch alles. Nach knapp zweieinhalb Stunden hämmerte Rottenburgs Strohbach den Ball ins Aus. 15:10 für Herrsching. Die Herrschinger Spieler lagen sich in den Armen und tanzten mit den knapp 30 Schlachtenbummlern. An Ostern geht die Party weiter.

Dirk Schiffner

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