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Prost Brauhaus: Braumeister Sven Leindl, FDP-Kreischefin Britta Hundesrügge, die Kreisräte Dr. Wolfgang Weber-Guskar und Dr. Oswald Gasser, Gemeinderätin Anke Sokolowski, Brauerbund-Geschäftsführer Dr. Lothar Ebbertz und Vertriebsleiter des Starnberger Brauhauses, Leonhard Ehrl (v.l.).

Starnberger Brauhaus

„Wir produzieren am Limit“

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Das Starnberger Brauhaus ist gerade leergetrunken, so wie viele andere Brauereien auch. „Wir produzieren am Limit“, sagt Braumeister Sven Leindl. Umso dringender wird für das junge Unternehmen die geplante Expansion.

Höhenrain – Ein kühles Bier ist an diesem heißen Nachmittag eine tolle Sache. Die Vertreter der Landkreis-FDP, die zusammen mit Fachmann Dr. Lothar Ebbertz vom Bayerischen Brauerbund das Starnberger Brauhaus in Höhenrain besichtigen, nehmen das Angebot von Vertriebsleiter Leonhard Ehrl und Braumeister Sven Leindl gerne an. Nicht nur fürs Foto, das Bier der jungen Brauerei schmeckt ihnen. „Ich mag Weißbiere mit einer Bananennote“, sagt Ebbertz. „Lieber als eine Nelkennote.“

Ebbertz kennt Höhenrain und den Landkreis: „Der Landkreis mit der höchsten Bierköniginnen-Dichte“, stellt er fest. Lena Hochstraßer aus Höhenrain hatte dieses Amt 2017 inne, Marlene Speck aus Starnberg 2015. Lena Hochstraßer hat schon Starnberger Bier getrunken, Marlene Speck noch nicht: Das Brauhaus wurde 2016 gegründet. Heuer produziert es voraussichtlich 10 000 Hektoliter. „Wir produzieren am Limit, in drei Schichten“, sagt Braumeister Leindl. Aktuell sind es täglich 4000 Liter – und die gehen weg, vor allem bei den Temperaturen dieses Ausnahmesommers der vergangenen Wochen. „Wir sind jetzt schon bei 120 Biergartenabenden“, sagt Ebbertz. Üblich seien 60, 70 schöne Abende in einer Saison. „Heute hab ich unsere 4000 Liter von gestern verkauft“, sagt Ehrl. Versucht werde, das Bier möglichst gleichmäßig zu verteilen. Damit sowohl die Lokale – 19 im Landkreis und drei in München – als auch die Getränkemärkte beliefert werden.

Wie berichtet, will die Brauerei expandieren. Nächstes Ziel sind 30 000 Hektoliter im Jahr. „Das könnten wir schaffen, ohne unsere Fixkosten zu erhöhen“, sagt Leindl. Die Brauerei sucht daher ein geeignetes Gewerbegrundstück zwischen 5000 und 10 000 Quadratmetern, und nach dem jüngsten Aufruf von Brauhaus-Chef Florian Schuh („Lebenslänglich Bier für ein passendes Grundstück“) gebe es einige Angebote. „Es gibt durchaus Bürgermeister, die sind interessiert, uns als Brauerei bei sich zu haben.“ Klar ist, dass die Brauerei im Landkreis Starnberg bleiben muss.

Als Übernahmekandidat sehe sich das Starnberger Brauhaus nicht, sagt Leindl auf eine Frage von FDP-Kreischefin Britta Hundesrügge. Und nein, das Oktoberfest sei auch keine Option: „Dort dürfen nur Brauereien hin, deren Sudhaus auf Münchner Boden steht.“

In Bayern gibt es aktuell 147 Brauereien, in ganz Deutschland sind es rund 1500. In den vergangenen Jahren gab es viele Neugründungen, die Lothar Ebbertz auf den Craftbeer-Trend zurückführt. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 93,5 Millionen Hektoliter gebraut, nicht eingerechnet alkoholfreies Bier und Malzbier. Der Pro-Kopf-Konsum lag bei 101,2 Liter, alkoholfrei inklusive.

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