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Ein schönes Fleckerl Erde: Niederpöcking mit dem früheren DGB-Schulungszentrum (Mitte auf dem älteren Luftbild) ist ein begehrtes Uferstück. Der Eigentümer, die IG Metall, musste ihre Pläne für ein Hotel etwas ändern – das ergab ein Lärmgutachten.

IG Metall

Idyllisch tagen am Seeufer

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Pöcking – Der Gemeinderat hat jetzt den Weg frei gemacht für ein umfangreiches Neubau- und Sanierungsvorhaben der IG Metall.

Das ehemalige Gewerkschaftshaus dämmert seit Jahren mehr oder weniger im Dornröschenschlaf vor sich hin. Zumindest in die Villa direkt am See zog jetzt zwischenzeitlich etwas Leben ein – ein Teil der Kinder der Montessori-Schule aus Starnberg wird momentan dort unterrichtet, während in ihrer Schule umfangreiche Modernisierungsarbeiten laufen (wir berichteten).

Doch langfristig soll alles neu werden auf dem Gewerkschaftsgelände, das neben der Villa noch ein weiteres Grundstück in Richtung Niederpöcking beinhaltet. Das bestätigte gestern die Sprecherin der IG Metall, Ingrid Gier, auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir wollen in Pöcking eine Seminaranlage mit Hotel errichten“, sagte sie.

Zu den Details schwieg sie sich allerdings weitestgehend aus. Wird das Gelände nur als Schulungszentrum genutzt, übernachten hier also nur Seminarteilnehmer? Oder wird das ein ganz normales Hotel, in dem sich jeder ein Zimmer buchen kann? „Über die genaue spätere Nutzung kann ich nichts sagen, das wird man noch sehen“, sagt Gier. Wann soll Baustart sein? Und wann Eröffnung? „Das hängt vom Bauplanungsverfahren ab“, so die Sprecherin.

Zumindest einen entscheidenden Schritt ist die IG Metall nun schon weitergekommen. Der Gemeinderat billigte den überarbeiteten Bebauungsplan. Bereits im Herbst war der eingereicht worden. Er sah vor, dass die Villa am See saniert und ausgebaut wird, eventuell noch ein Bettenhaus dazu kommt. Der gesamte An- und Abreiseverkehr sowie das Parken sollte auf dem anderen Grundstück Richtung Niederpöcking realisiert werden.

Den ursprünglichen Planungen machten aber jetzt Lärmschutzgutachten einen Strich durch die Rechnung. Denn das geplante oberirdische Parken würde die Grenzwerte, die innerhalb eines Wohngebietes gelten, deutlich überschreiten.

Deswegen wurde umgeplant. Das vorgesehene Gebäude soll nun den Lärm des an- und abfahrenden Verkehrs von der Wohnbebauung abschirmen. Dazu kommt eine Tiefgarage, die weiter helfen soll, die Lärmbelastung zu senken. Weil dafür das Kellergeschoss genutzt wird, braucht die Gewerkschaft zusätzliche Lagerflächen und Räumlichkeiten für die Haustechnik, hieß es im Gemeinderat. Daher müsse das Gebäude größer ausfallen als ursprünglich geplant.

Das sei das kleinere Übel, befanden die Abgeordneten und segneten einstimmig den neuen Bebauungsplan ab. Wann nun allerdings die Bagger anrollen sollen, steht weiter in den Sternen. In den nächsten Monaten jedenfalls sicher nicht. Denn bis Schuljahresende sollen die Montessori-Schüler in der Villa bleiben. Und vor der einen Großbaustelle auf eine andere Großbaustelle zu fliehen, das wäre ganz sicher nicht im Sinne des Erfinders.

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