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Katrin H. fand Anfang Mai den geschundenen Igel. Sie konnte ihn nur noch begraben.

Polizei

Igelmord wird zu den Akten gelegt

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Percha – Es gibt keinen Hinweise zu den brutalen Tierquälern. Das Verfahren wird wohl demnächst eingestellt.

Der grausam getötete Igel, der unter einer Bank der Seestub’n Percha gefunden wurde, sorgte vor etwa sechs Wochen bundesweit für Aufsehen. Der Fall wird in Kürze zu den Akten gelegt, wie der Starnberger Polizeichef Bernd Matuschek dem Merkur bestätigt: „Wir haben unsere Ermittlungen abgeschlossen. Es ist kein einziger Hinweis eingegangen.“ Darüber ist Matuschek verwundert – Katrin H. findet es „traurig und schade“. Die Tierliebhaberin hatte den Igel eines Morgens von der Last der Bank befreit, aber nur noch tot bergen können. „Mir wäre es lieber gewesen, der Täter wäre erwischt und bestraft worden“, sagt Katrin H., „Tierquäler sollten eine angemessene Strafe bekommen – das hat auch eine abschreckende Wirkung.“ 

Für die Schäftlarnerin begann mit dem grausamen Fund eine intensive Zeit. Ihr Facebook-Post mit einem Bild des Igels wurde 40 000 Mal geteilt, sie erhielt über 500 Freundschaftsanfragen. Im Internet begann eine Hetzjagd mit Aufrufen zur Selbstjustiz. „Gott sei Dank ist das total abgeebbt“, sagt sie jetzt. Sogar ein Fernsehsender rief bei ihr an und zeigte einen Bericht über den Fall. Persönlich sei sie ein, zwei Mal beim Spazieren auf den Igel angesprochen worden. „Überall höre ich Zustimmung und wie traurig und furchtbar das ist.“ 

Augen offen halten: "Auch wenn die kritische Zeit für Igel nun herum ist"

Unweit des Tatorts hat Katrin H. den Igel begraben. Was ihr nach dem ganzen Trubel geblieben ist: „Nette Kontakte zur Münchener Igel-Hilfe.“ Katrin H. bleibt dabei: Wenn sie ein verletztes Tier findet, hilft sie. Dafür habe sie nun neue Kontakte. Bei Spaziergängen hält sie die Augen weiterhin offen: „Auch wenn die kritische Zeit für Igel nun herum ist.“ Besonders in der Aufwachzeit oder im Winterschlaf nämlich sei es wichtig, auf Igel zu achten. „Trotzdem kann man immer mal wieder ein verletztes Tier finden.“ 

Dem Igel, den sie vor sechs Wochen gefunden hat, war leider nicht mehr zu helfen. Die Staatsanwaltschaft werde den Fall bald einstellen, schätzt Matuschek. Der Polizeichef hält es für äußerst unwahrscheinlich, dass ein Gutachter oder weitere Ermittler beauftragt würden.

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