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Die Ortsdurchfahrt von Inning

Umbau der Ortsdurchfahrt

Achtung, Autofahrer: 30 Monate Baustelle am Ammersee

Das dürfte auch für viele Grafrather, Kottgeiseringer, Türkenfelder und Ausflügler anstrengend werden, die in Richtung Ammersee unterwegs sind: In Inning (Kreis Starnberg) wird 30 Monate lang die Ortsdurchfahrt saniert.

Inning – Rund 450 Zuhörer waren jüngst zur Bürgerversammlung in Inning gekommen und hatten sich vom Planer informieren lassen. Nachdem die Inninger sich zweimal gegen eine Ortsumgehung entschieden haben – in einem Bürgerentscheid 2013 und erneut 2016 –, wird die Ortsdurchfahrt etwa zweieinhalb Jahre lang saniert. Dabei sind Baustellenampeln, Umleitungen und womöglich Vollsperrungen unumgänglich.

In der eigens einberufenen Versammlung sahen sich einige Bürger darin bestätigt, dass die Sanierung nichts bringe, und ein Kritiker brachte die Umgehung wieder ins Gespräch. „Eines werden wir brauchen, das sind gute Nerven“, verkündete Bürgermeister Walter Bleimaier den Zuhörern. „Wir versuchen, während der Bauphase den Durchgangsverkehr mit Schildern umzuleiten“, versprach Benjamin Neudert vom beauftragten Ingenieurbüro.

Baubeginn im Herbst

Bleimaier hofft auf einen Baubeginn im Herbst. Der Spatenstich könnte sich bis ins Frühjahr 2020 hinauszögern, relativierte Raphael Zuber, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt in Weilheim. Überplant wird eine Strecke der Staatsstraße von 1,6 Kilometern Länge: vom Kreisel vor dem Edeka über die Herrschinger und Brucker Straße bis zur Anschluss an die A 96.

„Wir können lediglich die Defizite einer bestehenden Straße korrigieren“, gab Neudert zu bedenken. Der Wunschplan mit Fahrradstreifen und neuen Verkehrsinseln scheitere teilweise an den Gegebenheiten oder am notwendigen Grunderwerb, erklärte der Rathauschef.

Die geforderten Zebrastreifen lehnte Kerstin Schempp vom Starnberger Landratsamt konsequent ab. Damit brachte sie mehrere Bürger gegen sich auf. Es fielen Sätze wie „Haben Sie schon einmal versucht, in Inning die Straße zu überqueren?“.

Mit rund 12 000 Fahrzeugen in 24 Stunden ist die Ortsdurchfahrt Inning laut Zuber nach Starnberg (B 2, rund 36 000 Fahrzeuge) die am zweitstärksten befahrene Ortsdurchfahrt im Landkreis Starnberg – gleichauf mit der Ortsdurchfahrt Gilching. MICHELE KIRNER

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