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Defekt am Fernseher löst Feuer aus

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Von: Andrea Gräpel

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Feuerwehreinsatz in Inning
Feuerwehreinsatz in Inning © Armin Forster

Der Broslhof im Herzen von Inning ist eine beliebte Ferienpension. Die 20 Zimmer und Ferienwohnungen an der Brucker Straße waren auch gestern alle belegt, als mitten in der Nacht gegen 1.30 Uhr der Feueralarm losging. In einem Zimmer im ersten Obergeschoss war ein Feuer ausgebrochen. Die beiden Zimmerbewohner konnten sich noch rechtzeitig retten, mussten aber mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Inning - Der Alarm habe Schlimmes vermuten lassen, sagt Markus Schamberger, Zweiter Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Inning. Gebäude in Brand, hohe Personenzahl, noch dazu in einem „Hotel“, so die Meldung – das steht hinter der Abkürzung B4-Alarm. Entsprechend umfangreich erfolgte die Alarmierung. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Inning, Eching, Buch, Seefeld-Oberalting und Walchstadt. „Und einige mehr“, so Schamberger, die aber glücklicherweise schon während der Anfahrt umkehren konnten, nachdem feststand, dass das Feuer, vermutlich ausgelöst durch einen technischen Defekt an einem Fernsehgerät, nur das eine Zimmer betraf.

Gleichwohl wurden zunächst einmal alle Bewohner und Gäste geweckt, so sie durch Blaulicht und Martinshorn nicht ohnehin schon wach waren. „Eine Person galt als ,vermisst‘, weil sie seine Tür nicht öffnete“, so Schamberger. Aber auch dieser Gast im Obergeschoss habe schließlich geweckt und nach draußen in Sicherheit gebracht werden können.

Die Aufregung bei der Wirtefamilie Friedl war naturgemäß groß, aber ebenso die Erleichterung, dass sich der Schaden mit verbranntem Gerät und dem angebrannten Teppich sowie der angekokelter Elektrik und einer verrußten Wand in nur einem Zimmer in Grenzen hielt.

Nachdem alles nach weiteren Gefahrenstellen abgesucht, das Zimmer durchlüftet und die Räume „freigemessen“ waren, also keine Schadstoffe mehr festzustellen waren, konnten die Pensionsgäste mit Ausnahme der beiden Bewohner des betroffenen Zimmers wieder zurück in ihre Unterkünfte, so Schamberger. Nach eineinhalb Stunden war der Spuk vorbei. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren konnten wieder abziehen.

Kreisbrandinspektor Andreas Pain, der auch vor Ort war, schätzt die Anzahl der eingesetzten Feuerwehrleute auf rund 40 und den Sachschaden im unteren vierstelligen Bereich.  

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