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„Einfach eine schöne Baustelle“

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Von: Andrea Gräpel

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Erzieherinnen und Kinder stimmten beim Richtfest schon mal einen Freudengesang an. Im September nächsten Jahres sollen sie in den Neubau einziehen.
Erzieherinnen und Kinder stimmten beim Richtfest schon mal einen Freudengesang an. Im September nächsten Jahres sollen sie in den Neubau einziehen. © Franz Meier

Bettina Wagner hat schon einige Male neugierig vorbeigeschaut in der Landsberger Straße 17. Nicht nur die Leiterin des Katholischen Kindergartens St. Johannes in Inning kann es kaum erwarten, im September nächsten Jahres in den Teilneubau einzuziehen – auch Dekan Simon Rapp und Bürgermeister Walter Bleimaier sind froh, wenn diese Bau-Geschichte endlich ein gutes Ende nimmt. Genau danach sieht es aus: Alle gemeinsam konnten sie diese Woche schon mal Richtfest feiern.

Inning - Nach Feiern war den Beteiligten lange nicht zumute. Wie berichtet, gab es in der siebenjährigen Vorgeschichte nicht nur einige Unsicherheit und Verzögerungen – ob es nun Finanzen, Förderung oder Interims-Unterbringung der Kinder war. Der ehemalige Kirchenpfleger Franz Meier kann sich nur zu gut daran erinnern. Vor drei Jahren stellte er sein Amt zur Verfügung. „Die Containerfirma hab ich noch aufgetan“, erinnert er sich. Dann übernahmen Bastian Romacker als Mitglied aus dem Pfarrgemeinderat die Causa Kinderhaus und Franz Bauer die Finanzen. Ihnen galt beim Richtfest ein besonderer Dank vom leitenden Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Ammersee-Ost, Dekan Simon Rapp. Eine Herzensangelegenheit bleibt das Kinderhaus Meier gleichwohl, darum durfte er beim Richtfest nicht fehlen.

Ähnlich geht es Architekt Thomas Dahmen, der die neue Einrichtung zusammen mit Meier konzipierte. „Ich wohne gleich ums Eck“, erzählt er. Sein Team und er seien morgens noch vor den Handwerkern auf der Baustelle. Nach so vielen Verzögerungen bereite ihm der Bau mittlerweile richtig Freude. „Ich mag Holzbauten“, sagt Dahmen, „es ist einfach eine schöne Baustelle.“ Der alte Satteldachbau habe den Blick verstellt. Wenn das neue Kinderhaus fertig ist – nur die zuletzt angebaute Krippe blieb bestehen – könnten sich die Nachbarn links und rechts in die Augen schauen, „zumindest auf ein blühendes begrüntes Dach“.

Dahmen freut sich auch über die lichtdurchfluteten Räume, die es geben wird. „Früher brannte den ganzen Tag das Licht. Jetzt wird alles hell.“ Darauf freue sich auch die Kindergartenleitung, obwohl die sich in den Containern am Wasenfeld ganz gut eingelebt habe. Der Neubau werde auf aber eine weitere wesentliche Verbesserung darstellen. Auch wenn er ein bisschen teurer wird als geplant. Darauf machte der Bürgermeister beim Richtfest schon mal aufmerksam. Das Vorhaben war mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt, den Löwenanteil trägt die Gemeinde inklusive Zuschuss vom Freistaat.

„Welche Baustelle erfährt aktuell keine Kostensteigerung?“, fragt Dahmen und verweist auf Lieferschwierigkeiten – noch dazu bei einem Haus in Holzbauweise. Dafür, so der Architekt, läuft alles ganz gut, „wenn’s eng wurde, gab es Alternativen“. Nur die Fensterprofile sind noch nicht da. Darum sind die Öffnungen aktuell mit Folie abgeklebt, damit es drinnen vorangehen kann. Auch das Jugendhaus, das Kellergeschoss, das vom Altbau bestehen blieb, sei wieder trocken, Wie berichtet, war nach dem Abbruch Wasser eingetreten. Die Restfeuchtigkeit werde nun noch mit Trocknern beseitigt.

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