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Über viele interessierte Besucher konnten sich die sechs Bauhof-Mitarbeiter und Bürgermeister Walter Bleimaier (r.) zur offiziellen Einweihung der neuen Anlage am Freitag freuen.

Bauhof Inning

Freude über mehr Platz und überhaupt

Inning - 2012 erfolgte der Spatenstich, dann gab es einen Rechtsstreit, aber nun endlich sind Wertstoffhof und auch Bauhof in Inning neu und modern aufgestellt - und schon seit Dezember in Betrieb. Freitag war Einweihung.

„Was ist typisch für kommunale Bauvorhaben?“ Mit dieser Frage eröffnete Bürgermeister Walter Bleimaier am Freitag vor rund 50 Besuchern offiziell den neuen Bauhof. Typisch ist „eine längere Bauzeit und höhere Kosten als geplant“. Beides traf auch in diesem Fall zu: einstimmigen Beschlüssen folgten höchst kontroverse Diskussionen. Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen.

Von zehn vorgeschlagenen Standorten überzeugte die Herrschinger Straße 43 damals durch die zentrale Lage. 2008 ging das Areal nach einem Grundstückstausch in den Besitz der Gemeinde über, 2012 war der erste Spatenstich – und dann klagte ein Pächter gegen den Bau, was dazu führte, dass alle Arbeiten eingestellt wurden. Erst zwei Jahre später rollten die Bagger wieder.

Und dann war da die Sache mit dem schlechten Untergrund. „Nach jedem Regenschauer konnte man zuschauen, wie der Hang runterrutscht“, erinnerte sich der Rathauschef. Die Verzögerung und die zusätzlichen Erdbewegungen resultierten schließlich in einer kleinen Kostenexplosion: Statt wie vorgesehen 1,8 Millionen Euro, flossen 2,2 Millionen in das Projekt. Aber was lange währt ist auch in diesem Fall gut geworden, denn seit Dezember sind Bauhof und Wertstoffhof bezogen und geöffnet.

Auf einem Hektar Fläche stehen drei Hallen mit einer Nutzfläche von insgesamt 1200 Quadratmetern. Platz ist also reichlich vorhanden, verglichen mit der Gartenstraße, wo die Autos während der Öffnungszeiten des Wertstoffhofes Stoßdämpfer an Stoßdämpfer standen und die Bürger Gartenabfälle, Kartons oder Sperrmüll die Treppe hoch in die Container wuchteten. Vergleichsweise luxuriös geht es da im Neubau zu, wo die Anlieferer ihren Müll nur fallen lassen müssen.

Der Bauhof wiederum bietet genügend Raum für Fahrzeuge, Arbeitskleidung oder allerlei Gerätschaften. In einer Halle lagert Streugut. Dem milden Winter geschuldet werden jetzt die Hälfte von 100 Tonnen bestelltem Salz den Sommer verbringen. Im angrenzenden Gebäude warten die Werkstätten auf den Einsatz der Mitarbeiter. Vielseitig müssen diese sein und dürfen die Arbeit nicht scheuen, wie die evangelische Pfarrerin Susanne Parche wusste. „Wer prüft die Stühle in der Schule, bringt Verkehrsschilder an? Wer räumt früh morgens Schnee oder repariert Wege und Brücken?“ Der Bauhof. Die Verantwortung trägt Robert Mayr, der im Obergeschoss ein geräumiges Büro bezieht. Denn auch Papierkram macht vor Bauhofmitarbeitern nicht Halt.

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