Formel Gaudi stand bei der Downhill-Bobbycar-Challenge im Mittelpunkt. Fotos: Lang

Holzlandvolksfest Inning

Gaudi beim Bobbycar-Rennen und Spendenlauf

Inning – Die Inninger stehen auf Sport – vor allem, wenn es dabei eine Riesengaudi gibt. Und die gab es bei der 2. Downhill-Bobbycar-Challenge am Wochenende beim Holzlandvolksfest. Ein Erfolg war auch der Holzlandspendenlauf.

Bei der Downhill-Bobbycar-Challenge gingen die Teilnehmer in drei Altersklassen auf ihren Miniaturplastikfahrzeugen an den Start. Dabei war nicht nur Können und Technik, sondern ebenso Gewicht gefragt. Auch das Material war bei manchen ausschlaggebend für die Platzierung. Angefeuert vom Publikum wagten die Rennfahrer, ausstaffiert mit Helmen, Lederjacken und kunterbunten Turnschuhen, das Äußerste. Sie scheuten weder eiskalten Gegenwind, enge Kurven noch am Straßenrand parkende Autos. Packende Duelle sorgten für atemraubenden Nervenkitzel sowohl am Start wie kurz vor dem Ziel. Dort „zerlegte“ es einen Piloten, der gab aber trotzdem nicht auf, stieg wieder auf sein Bobbycar erreichte mit beiden Füßen strampelnd doch noch die Zielgerade. Zwei weitere Fahrer kollidierten ein paar Meter vor dem Ziel, packten ihr Bobbycar unter die Arme und liefen durch die Zielgerade. Ein anderer, noch sehr junger Pilot, plagte sich mit einem Bobbycars mit Rechtsdrall, lief auf halber Strecke mit dem kaputten Vehikel zurück, tauschte es aus und ging mit einem neuen Gefährt nochmals an den Start. Das weibliche Geschlecht war mit Claudia Schöttl und Tamara Suriaxadichi vertreten.

Die Kids starteten mit den äußerst spannenden Rennen. Elf Kinder waren am Start, der Schnellste war Fabian Schneider (33,66 Sekunden) gefolgt von Markus Schatz (35,95) und Tobias Bölsterl (38,26). Nur drei Rennfahrer waren in der Junioren-Klasse angetreten. Hier siegt Felix Kliem (43,26) vor Simon Rosenberger (43,56) und Lukas Schöttl (44,46). Bei den Großen kämpften 16 Erwachsene um die Siegeslorbeeren und die Gewinne. Hier hatte Johannes Geisberger aus einem Lengdorfer Rennstall die Nase vorne (32,65) vor Franz Wieser (37,08) und Stefan Großwiese (37,39). Claudia Schöttl deklassierte ihren Gegner und schaffte die rund einen Kilometer lange Strecke vom Feuerwehrhaus bis kurz vor Riffenthal in 51,13 Sekunden.

Stefan Voglhuber moderierte die Downhill-Bobbycar-Challenge äußerst informativ und witzig. Auf riesige Nachfrage stieg auch Martin „Ratze“ Rattenberger mit seinem Servicemobil, einem alten Eicher-Diesel mit dem er die Fahrer mit ihren Bobbycars vom Ziel wieder an den Start tuckerte. Schnell waren die Fahrten nach unten ebenso begehrt, vor allem von den Kindern.

1270 Euro kamen beim Holzlandspendenlauf zusammen, der erstmals federführend von Robert Fenk und Georg Zehetner organisiert wurde. Gestartet wurde in zwei Klassen direkt am Festplatz. In der Kategorie bis zwölf Jahre liefen 18 Kinder die einen Kilometer lange Strecke mit. Bei den Erwachsenen meisterten 44 Läufer den 4,8 Kilometer langen Parcours durch den Ort und die Siedlung, darunter auch vier Atemschutzgeräteträger in voller Montur – und die wiegt immerhin rund 35 Kilo. Auch Gäste aus der Partnergemeinde Riffian gingen an den Start. Hier erntete vor allem Hubert Unterdurmer tosenden Applaus, weil er in der Lederhose barfuß durch das Ziel rannte und damit eine Wette gewann, die 400 Euro in den Spendentopf spülte. Neben vielen Hobbyläufern waren auch einige Profis gekommen. Eine Handvoll routinierte Langstreckenläufer lief sich schon von Taufkirchen nach Inning warm.

Sieger wurde Uwe Grädler, kein Unbekannter in der Läuferszene. Er war schon fünf Mal beim Iron Man in Hawaii dabei. Der Kleinwimpasinger hatte dieses Mal jedoch nicht mit den Kilometern zu kämpfen, sondern eher mit seinem Hund Gustl, den er an der Leine dabei hatte. Gustl zog in die gewohnte Laufrichtung, die nicht der vorgeschriebenen Strecke entsprach. Sein Herrchen konnte sich aber durchsetzen.

„Dabei sein ist alles“ war für viele die Devise. Auch heldenhafte Läufer gab es, etwa den fünfjährigen Benedict Heidner, der kurz nach dem Ziel stürzte, sich aber nicht entmutigen ließ und gemeinsam mit seiner Mama noch die ganze Strecke schaffte. Auch die vier Inninger Feuerwehrler hatten richtig Spaß. Als Raupe robbten sie nach dem Rennen auf allen Vieren vom Ziel Richtung Festzelt. Einiger Wehmutstropfen bei der Veranstaltung war der eiskalte Wind, der verhinderte, dass mehr Läufer und Zuschauer kamen. 

Birgit Lang

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