Breitband-Internetausbau im ländlichen Raum
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Breitband-Internetausbau im ländlichen Raum

Infomobil an der Grundschule

Glasfaser: Es rührt sich was in Inning

  • vonAndrea Gräpel
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Es hat etwas gedauert: Zwei Jahre, nachdem die Deutsche Glasfaser Inning mit dem schnellen Internet versorgen wollte, soll es nun losgehen.

Inning – Zwei Jahre, nachdem die Deutsche Glasfaser angekündigt hatte, die Nachfrage für Glasfaseranschlüsse in Inning zu prüfen, soll es nun endlich soweit sein. Schon im Oktober 2018 hatte die Gemeinde einen Kooperationsvertrag mit dem Anbieter abgeschlossen. Bis Herbst vergangenen Jahres hätten alle Haushalte im Hauptort Inning angeschlossen sein können, hieß es. Voraussetzung war, dass 40 Prozent der Haushalte einen Anschluss wünschen, denn die Firma arbeitet eigenwirtschaftlich und ohne Fördermittel. So verheißungsvoll es klang, es passierte nichts. Bürgermeister Walter Bleimaier hakte immer wieder nach. Der Deutschen Glasfaser mangelte es nach eigener Aussage aber „an genügend Kapazitäten“, sprich Sub-Unternehmen. Nun rührt sich das Unternehmen wieder. Ab Samstag, 5. September, öffnet der Anbieter sein Infomobil bei der Grundschule. Das Häuschen steht bereits.

Internet, Telefon, Fernsehen – während sich die meisten Haushalte über Kupferleitungen mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 100 Mbit pro Sekunde begnügen müssen, verspricht die Deutsche Glasfaser Tempo 200. Geplant ist zunächst eine Versorgung von Inning (Hauptort) und Stegen. Je nach Nachfrage aus anderen Ortsteilen, könne das Glasfaser-Netz auch weiter ausgebaut werden, meint Unternehmenssprecherin Simone Seifriedsberger. Bleimaier kann sich das kaum vorstellen, so gern er vor allem den am schlechtesten mit schnellem Internet versorgten Süden von Buch eingebunden sähe.

Die Verlegung der Glasfaserrohre sollte ursprünglich im Zuge der Ortsdurchfahrts-Sanierung erfolgen, die aber verschoben wurde (wir berichteten). Die Deutsche Glasfaser, weiß Bleimaier, wolle dagegen im kommenden Frühjahr loslegen. Im Übrigen genauso die AWA mit der Verlegung einer neuen Trinkwasserleitung sowie die Energienetze Bayern mit dem Erdgas-Anschluss. „Das wird spannend“, sagt Bürgermeister Bleimaier, wenn er an die Baustellen denkt. Zunächst einmal ist er aber froh, dass es mit dem Glasfaser-Ausbau weitergeht.

Die Öffnungszeiten im Infomobil der Deutschen Glasfaser sind mittwochs von 16 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Die so genannte Nachfragebündelung, die schon lange hätte stattfinden sollen, erfolgt bis Ende Oktober. Bis dahin können Bürger einen Vertrag abschließen, um einen kostenfreien Glasfaseranschluss bis ins Haus oder die Wohnung zu erhalten. Vorab werden zwei Online-Infoabende angeboten am Dienstag und Mittwoch, 1./2. September, jeweils ab 19 Uhr. Die Zugangsdaten sind auf der Internetseite www.deutsche-glasfaser.de/inning zu finden.

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