+
So soll die neue Einrichtung an der Landsberger Straße einmal aussehen: Der Bauausschuss stimmte in der jüngsten Sitzung einer weiteren geringen Bauraumüberschreitung zugunsten eines Essbereiches zu. 

Kinderbetreuung

Mehr Platz, mehr Farbe, mehr Licht

  • schließen

Das Projekt Neubau Haus für Kinder St. Johannes Inning hat die Jahreszahl 2014 am Beginn seiner Planung stehen. Fünf Jahre traten immer wieder Verzögerungen auf. Zum Ende des laufenden Kindergartenjahres hoffen alle Beteiligten, dass das alte Gebäude an der Landsberger Straße abgerissen und das neue gebaut werden kann.

Inning – Die erweiterten Pläne, genauer gesagt eine weitere geringe Bauraumüberschreitung, wurden am Dienstag vom Bauausschuss der Gemeinde Inning abgesegnet. Architekt Thomas Dahmen war schon 2014 mit eingebunden in die Vorgespräche, Bürgermeister Walter Bleimaier war gerade gewählt worden. Die übrigen Protagonisten haben mittlerweile gewechselt. Nicht nur in der Diözese. Dem langjährigen Kirchenpfleger Franz Meier ist über eben jene Planung der Geduldsfaden gerissen. Er hat sein Amt Ende vergangenen Jahres abgegeben, nachdem neue Zuschussmöglichkeiten zu einer weiteren Umplanung und damit zu weiteren Verzögerungen geführt hatten. Seit Beginn des Jahres teilen sich seine umfangreichen Aufgaben Franz Bauer und Bastian Romacker, wobei Romacker sich ausschließlich um den Bereich Haus für Kinder kümmert. Sie müssen sich aktuell um die noch immer nicht abgeschlossene Frage der Übergangsunterbringung kümmern. „Zwei wichtige Besprechungen stehen noch aus“, so Romacker. Bis zum Abschluss dieser Gespräche bittet er um Geduld, bevor er dazu Auskunft gibt.

Wie berichtet, sollten die 90 Kinder im Haus der Vereine, im Sportlerheim und im Gewerbepark untergebracht werden. Letztere Möglichkeit war Ende des Jahres weggebrochen, so dass erneut nach Alternativen gesucht werden musste. Eine Lösung zeichne sich ab, und Ziel bleibt, mit Abschluss des laufenden Kindergartenjahres mit dem Abriss zu beginnen. Der bestehende Gebäudeteil für Kindergarten macht Platz für den Neubau – konzipiert für drei Gruppen mit Mehrzweckraum und Essensbereich. Dieser Essensbereich war zunächst nicht vorgesehen, durch die neue Zuschussregelung im Jahr 2018 wollten die Inninger aber darauf nicht verzichten, was zu der jüngsten Modifizierung führte und einen Teil des Gebäudes quasi nach vorn und hinten herausragen und gestalterisch interessant werden lässt. „Mehrzweckraum und Essensbereich sind durch eine mobile Wand getrennt. Wenn man die aufmacht, hat man eine Riesenfläche“, freut sich Dahmen, „eine Piazza, wo sich die Kinder treffen können.“ Und lichtdurchflutet werde die neue Einrichtung durch große Fensterfronten und Oberlichter. Ganz anders als im Altbau, „da brennt den ganzen Tag Licht“, so Dahmen. Endlich gebe es auch Platz für Personal und Leitung sowie eine großzügige Küche, die bislang sehr klein sei. Der komplette Bau sei eine Holzkonstruktion, die auf das bereits vorhandene „Jugendhaus“ im Keller des bestehenden Gebäudes draufgesetzt werde. Da es eine neue Wasserversorgung geben wird, partizipiert das Jugendhaus von der Baumaßnahme insofern, als es im selben Zug neue sanitäre Bereich bekomme. Insgesamt kostet der Neubau 2,5 Millionen Euro. Den großen Teil zahlt die Gemeinde, die dafür Zuschüsse bekommt, den Rest die Diözese.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fragen Sie die Bürgermeisterkandidaten: Starnberger Bewerber stellen sich den Merkur-Lesern
Kommunalwahl 2020 in Starnberg: Der Starnberger Merkur bittet die Kandidaten um das Bürgermeisteramt in der Schlossberghalle zur Podiumsdiskussion. Termin ist der 22. …
Fragen Sie die Bürgermeisterkandidaten: Starnberger Bewerber stellen sich den Merkur-Lesern
Showtime mit Schiller
Der Jahresempfang der Gemeinde Herrsching ist nun auch offiziell „Schiller’s Show“. Das war er im Volksmund zwar schon vorher, jetzt aber gibt es ein Logo dazu, mit dem …
Showtime mit Schiller
Starnberg will „Bienenfreundlichste Kommune in Oberbayern“ werden
Die Stadt Starnberg wird sich um den Titel „Bienenfreundlichste Kommune in Oberbayern 2020“ bewerben.
Starnberg will „Bienenfreundlichste Kommune in Oberbayern“ werden
Stiften Religionen Frieden? Oder bringen sie Gewalt? Diskussion in Evangelischer Akademie
Stiften Religionen Frieden? Oder bringen sie Gewalt? An dieses schwierige Thema hat sich die Evangelische Akademie Tutzing bei ihrem Jahresempfang gewagt. Eine klare …
Stiften Religionen Frieden? Oder bringen sie Gewalt? Diskussion in Evangelischer Akademie

Kommentare