Hand in Hand und für alle: Das ist das Motto des Dauerflohmarktes, den der Helferkreis Asyl Inning um Betting Gabler (3.v.l.) im März eröffnet hat.

Helferkreis Asyl Inning

Ein Flohmarkt zweimal die Woche

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Inning - Es gibt viele Spenden und es gibt viel Bedarf, warum soll es da nicht einen Dauerflohmarkt geben? Der Helferkreis Asyl Inning hat ihn. Zweimal die Woche ist die Einrichtung im alten Bauhof geöffnet. Selbst die Kleiderspendenausgabe lässt sich nun leichter ordnen.

Die Inninger gehen nicht selten mit gutem Beispiel voran. Das ist mit der Nachbarschaftshilfe so, das ist bei Ortsjubiläen so und auch beim Helferkreis Asyl. Das Engagement und der Zusammenhalt seit der Belegung der Mehrzweckhalle ist vorbildlich. Und auch neuer Ideen werden die Helfer nicht müde. Seit einiger Zeit gibt es einen Dauerflohmarkt, geöffnet an zwei Tagen in der Woche.

Seit dem ersten Flohmarkt, den der Helferkreis veranstaltet hat, war klar, so etwas muss öfter stattfinden. Nach und nach entstand dann die Idee, eine feste Einrichtung daraus wachsen zu lassen. Als sich dafür dann die Büroräume und die Garage im alten Bauhof an der Gartenstraße anboten, schlug der Helferkreis zu. Allen voran Bettina Gabler. Sie kümmert sich um die Spendenkoordination.

„Es gibt unwahrscheinlich viele Leute, die spenden wollen. Auf der anderen Seite ist der Bedarf im Containerdorf sehr groß“, weiß die Inninger Helferin. Aus diesen Tatsachen heraus sei die Idee geboren worden. Es gebe unter den Flüchtlingen viele Kinder, kleine und schulpflichtige, auch viele Schwangere – Personengruppen, die immer wieder einmal etwas bräuchten. Dabei betont sie, dass sich nicht allein Flüchtlinge angesprochen fühlen sollen. „Es gibt sicherlich auch alleinerziehende Mütter, die für jede Unterstützung dankbar sind“, sagt Bettina Gabler. Oder andere Interessierte, denn gespendet worden sei zum Beispiel auch ein alten mit Goldrand verziertes Kaffee-Service. „Wunderschön“, sagt sie, „für Liebhaber wäre das sicher etwas gewesen.“ Der Wunsch des Helferkreises wäre es, dass dieser Flohmarkt auch Treffpunkt sein könnte. „Für alle“, auch um den sozialen Frieden nicht in Gefahr zu bringen.

Getrieben von diesem Ehrgeiz teilen sich 14 Helfer den Einsatz zweimal die Woche auf. Und noch einen Vorteil habe diese Dauereinrichtung. Im Gegensatz zu der Ausgabe der Kleiderspenden, bei der man ehrlicherweise schnell den Überblick verliere ob der eine schon zehn und der andere noch kein T-Shirt bekommen habe, laufe die Ausgabe im Dauerflohmarkt in „geordneteren Bahnen“. „Jeder hat einen symbolischen Preis zu zahlen“, erklärt Bettina Gabler. Dies steigere die Wertschätzung. Und wie hoch der Preis ist, hängt von der jeweilige Spende ab. Ist sie älter, ist es weniger, ist sie neuwertiger, ist es mehr. „Alles ab 1 Euro.“

Der Erlös komme dem Helferkreis zugute, der es zum Beispiel dafür einsetzt, alte Fahrräder herzurichten. „Es gibt zwar viele Radlspenden, aber bei den wenigsten funktionieren Licht oder Bremse einwandfrei“, weiß die Spendenkoordinatorin. Im selben Atemzug betont sie, dass die Einrichtung kein Reparaturdienst sei. Auch Möbel und Großgeräte werden nicht angenommen. Ansonsten aber eigentlich fast alles. „Schulranzen etwa“, sagt Bettina Gabler, „oder Schwangerenkleidung.“

Nach dem Ansturm am ersten Tag (bis zu 70 Besucher), ebte der Andrang am zweiten Öffnungstag zwar etwas ab, am vergangenen Samstag jedoch waren schon wieder 20 Besucher da. Bettina Gabler hofft, es werden noch mehr, und sie hofft, dass der alte Bauhof bald auch ein beliebter Treffpunkt ist. „Was daraus wächst, müssen wir dann sehen.“

Öffnungszeiten:

dienstags von 16 bis 18 Uhr,

 samstags von 11 bis 13 Uhr

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