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Der Weg zwischen Hecht- und Wallerstraße ist beliebt, aber ausgetreten, steil und dunkel. Gemeinderätin Marita Seefelder und Bürgermeister Walter Bleimaier überlegten vor Ort, ob die Böschung barrierefreier zu überwinden sein könnte. 

Öffentliche Wege

Lösung für beliebten Fußweg gesucht

Eine beliebter Fußweg im Inninger Ortsteil Bachern ist für Kinder mit Roller oder Fahrrad und für Mütter mit Kinderwagen nur schwer passierbar. Das soll sich ändern.

Bachern – Marita Seefelder ist ganz neu im Geschäft der Kommunalpolitik. Die neue Inninger Gemeinderätin aus Bachern vertritt die Grünen auch im Bauausschuss, wo sie in der ersten Sitzung dieser Wahlperiode mit einer Anregung offene Türen einrannte. Es geht um einen Fußweg in ihrem Heimatdorf, der vor allem von Kindern und Familien benutzt wird, wenn sie zur Bushaltestelle oder an den Wörthsee wollen. Ein schöner Weg, aber mit Tücken. Die Treppen sind ausgetreten und Stolperfallen. Mit Kinderwagen, Fahrrad oder Roller wird’s richtig sportlich. Da er immer noch sicherer ist als die abschüssige Alternative Wallerstraße, mühen sich Kinder und Eltern trotzdem immer wieder. Ihr Fluchen sei bis zu den Nachbarn zu hören.

Marita Seefelder lebt seit 23 Jahren mit ihrer Familie in dem lauschigen Inninger Ortsteil, der auch durch die Nähe zum Wörthsee für Familien immer beliebter wird. „Wir haben mittlerweile ganz schön viele Kinder hier“, weiß die Bachernerin. Etwa 40, schätzt sie. Selbst Mutter von vier Kindern ist Seefelder gut vernetzt, weiß von den Sorgen ihrer Nachbarn und kann sie gut nachvollziehen. Gemeinsam mit Bürgermeister Walter Bleimaier schaute sich die 55-Jährige die Situation vor Ort an. Dieser kam nicht nur sportlich mit seinem neuen E-Bike in den Ortsteil geradelt, sondern hatte auch einen Meterstab in der Hosentasche, denn er ist lange genug Gemeinderat und Bürgermeister, um zu wissen, welche Wege geebnet werden können und welche nicht. Wunsch der Bacherner wäre es nämlich, die Stufen zu beseitigen. Dafür ist dieses fünf Meter lange Teilstück des Verbindungsweges zwischen Hecht- und Wallerstraße aber zu steil.

„Ohne Stufen wird’s nicht gehen“, sagte Bleimaier, nachdem er ausgemessen hatte, dass die Steigung mehr als sechs Prozent beträgt. Die Ausführung sei bei öffentlich gewidmeten Wegen wie diesem festgeschrieben. Gemeinsam überlegten sie, ob es trotzdem eine Lösung geben könnte. „Auf jeden Fall müssen wir etwas tun“, sagte Bleimaier angesichts der ausgetretenen Stufen. Und eine Beleuchtung hält er ebenso für notwendig wie Marita Seefelder. Auch ihr drittes Anliegen, ein Unterstand an der Bushaltestelle am Ende des Weges, hielt er für sinnvoll. Bislang stehen vor allem Schulkinder dort im Regen.

Bleimaier will sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern im Bauamt Gedanken über eine Lösung machen. Zu teuer darf sie nicht sein, denn auch die Gemeinde Inning muss sparen. Durch die Corona-Krise rechnet der Bürgermeister mit Einnahmeausfällen in Höhe von zwei Millionen Euro. Da der Haushalt der Gemeinde Inning traditionell erst im laufenden Jahr verabschiedet wird, kommt Bleimaier dies heuer sogar gelegen. Anders als andere Kommunen muss er nämlich keinen Nachtragshaushalt erarbeiten.

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