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Eine lustige Truppe, ohne Frage: Schon im Vorjahr hatte Gründungsmitglied Franz Czasny einen Ehrenauftritt bei seinen ehemaligen Theaterfreunden. 

Jubiläumspremiere am 28. Dezember

30 Jahre Theaterverein Ammersee-Engel: Vom Männerballett bis zum „Saubermann“

Seit 30 Jahren bringt der Theaterverein „De Ammersee-Engel Inning“ jedes Jahr ein Stück auf die Bühne. Die Jubiläumsvorstellung feiert am 28. Dezember Premiere.

Inning – Wenn die Ammersee-Engel auftreten, bleibt im regelmäßig ausgebuchten Haus der Vereine kein Auge trocken. Im Vereinshaus hatte auch alles begonnen, als Mitglieder der Landjugend 1987 im Rahmen der Eröffnungsfeier die Lokalpolitik mit Gstanzln kräftig „durch den Kakao“ zog, erinnert sich Karin Wittenberger. Im selben Jahr hatte die Vereinsvorsitzende sechs junge Männer der Landjugend auf Tschaikowskis Ballett „Schwanensee“ vorbereitet. Zum Faschingsball wirbelten sie mit behaarten Beinen unterm Tutu über die Bühne. Spätestens dann war der Funke übergesprungen. 1989 wurde ein verein gegründet. 30 Jahre ist dies her, und unter dem Vereinsnamen „De Ammersee-Engel Inning“ wurde fortan als zweiter Theaterverein neben den „Gmoagauklern z’Inning“ jährlich ein Stück auf die Bühne gebracht. Premiere ist in diesem Jahr am 28. Dezember.

Karin Wittenberger ist mit ihrem Mann Rainer von Anfang an dabei. Das Debüt der Engel „Alois, wo warst du heute Nacht?” wurde ein so großer Erfolg, dass der ursprünlich für einen Abend geplante Bauernschwank noch ein zweites Mal in einem brechend vollen Saal für Stimmung sorgte. Applaus und ausverkaufte Vorstellungen setzten sich fort, wann immer die Laien Lustspiele, Schwänke oder Komödien zum Besten gaben. Entsprechend stieg die Nachfrage, sodass die Theaterleute im 30. Jahr auf acht Abendvorstellungen verlängern.

Auch die Gründungsmitglieder spielen im Jubiläumsstück mit

„Egal wie viele Auftritte, die Karten sind immer innerhalb kürzester Zeit ausverkauft“, erzählt Karin Wittenberger. Momentan gebe es noch etwa 80 Plätze für das Jubiläumsstück, in dem auch Gründungsmitglieder mitspielen. Wer einmal Mitglied ist, bleibt Mitglied. Etwa Franz Czasny aus Herrsching, der im vergangenen Jahr schon eine kleine Rolle übernahm, sowie Manfred Stemplinger oder Peppi und Rainer Wittenberger – sie alle sind ihrem Theaterverein bis heute treu. Eine Besonderheit der Inninger ist ohne Frage, dass jeder Darsteller eigene Ideen einstreut und als Regisseur oder Bühnenbildner fungiert. „Das hat sich bewährt“, betont die Vorsitzende.

Momentan hat der Verein etwa 20 Schauspieler zwischen 19 und 56 Jahren. Im Laufe der Zeit kam einiges an Requisiten zusammen, die mit der Kulisse im Keller des Vereinsheims lagern. Kleidung benötigten sie in der Regel keine besondere. „Wir spielen ja immer zeitgemäße Stücke“, so Karin Wittenberger. Von Beginn an ist sie für die Auswahl des Dreiakters verantwortlich. „Statt Romane oder Krimis nehme ich Drehbücher in den Urlaub mit.“ Gemeinsam mit ihrem Mann studiert sie diese und entscheidet dann. Voraussetzung: Es muss unterhaltsam und heiter sein. „Die Zuschauer sollen nach dem Weihnachtsstress etwas zum Lachen haben.“ Viel zu Lachen verspricht das Jubiläumsstück „Auch Saubermänner haben ein Verfallsdatum!“ von Beate Irmisch. Premiere ist am 28. Dezember, 20 Uhr. Karten gibt es bei Optik Wittenberger, z (0 81 43) 77 74 – allerdings nur noch für die Aufführungen am 5./8./10. und 11. Januar.

von Michèle Kirner

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