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Die Luftaufnahme der Mehrzweckhalle in Inning zeigt, wie schwer der Hagel zu Pfingsten die Gemeinde erwischt hat. 

Gemeinderat sagt SV Inning und TC Inning Unterstützung zu

Hagelschäden treffen Sportvereine schwer

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Das Hagelunwetter zu Pfingsten hat beim SV Inning und beim TC Inning massive Schäden angerichtet. Der Gemeinderat will beiden Vereinen nun unter die Arme greifen.

Inning – Ein Hagelunwetter hat Pfingstmontag Sachwerte in Höhe von zig Millionen Euro zerstört – auch im Norden und Westen des Landkreises Starnberg. Betroffen waren auch zwei Vereine in Inning – der Sportverein (SV) und der Tennisclub (TC). Beide Clubs haben bei der Gemeinde um Zuschüsse zur Instandsetzung der entstandenen Schäden nachgesucht. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung Hilfe gewährt – allerdings mit Auflagen.

Besonders betroffen von dem Hagelschlag war das Sportheim des SV Inning. Das Dach des 1969/70 von dem Verein auf einem Gemeindegrundstück errichteten Gebäudes wurde zerstört. Feuchtigkeit drang in das Innere des Vereinsheims. Für Entsorgung der Trümmer und Trocknung wandte der Verein nach eigenen Angaben bereits 2500 Euro auf, wie Bürgermeister Walter Bleimaier in der Sitzung mitteilte.

Die Sanierung des Daches – derzeit provisorisch abgedeckt – soll nach dem Kostenvoranschlag einer Fachfirma etwa 66 000 Euro kosten. Für die Innensanierung werden nochmals zwischen 5000 und 10 000 Euro fällig. Im äußersten Fall kommt die Schadensbeseitigung auf fast 80 000 Euro. Das könne der Verein alleine nicht stemmen, sagte Bleimaier und schlug vor, im Gespräch mit dem SV-Vorstand zu klären, was der Verein finanzieren kann und was die Gemeinde beisteuert.

Alle Gemeinderäte, die sich zu diesem Thema zu Wort meldeten, schlossen sich der Einlassung von Monika Schüßler-Kafka (Freie Wähler) an, die sagte: „Wir brauchen das Sportheim, und der Verein leistet wichtige Arbeit, vor allem im Jugendbereich. Deshalb sollten wir die Schäden beseitigen.“

Zustimmung kam auch von Jürgen Hatz (BIZ). Bei ihm schwang aber dennoch Ärger mit: „Warum haben die sich nicht gegen Hagelschaden versichert?“, fragte er. „Da haben die Verantwortlichen grob fahrlässig gehandelt.“ Das Geschehene könne nicht rückgängig gemacht werden und geholfen werden müsse dem Verein, sagte Hatz. „Aber es muss eine Verpflichtung auferlegt werden, den nötigen Versicherungsschutz herzustellen. So kann man es nicht lassen.“ Barbara Wanzke (Grüne) sah das ähnlich und ergänzte: „Für alle Gebäude, die auf Gemeindegrund stehen, sollten wir Nachweise über Versicherungsschutz verlangen.“

Diese Forderung fand allgemeine Zustimmung und floss in den einstimmigen Beschluss ein, den SV Inning nach Gesprächen mit der Vereinsführung angemessen zu unterstützen.

Eine Hagelversicherung für seine Gebäude hat der TC Inning. Die deckt aber nicht Schäden an den Außenanlagen ab. So bleibt der Tennisclub auf etwa 4150 Euro sitzen. So viel kostet die Wiederbeschaffung zerstörter Bänke bei den Plätzen und die Reparatur der Kunststofflinien auf den Spielfeldern. Dieser Betrag war natürlich nicht im Budget des Vereins eingeplant, der deshalb einen Zuschuss bei der Gemeinde beantragt hat.

„Im Zuge der Gleichberechtigung“, wie es Hatz formulierte, wird die Gemeinde auch hier helfen und die Kosten für die Schadensbeseitigung übernehmen.  mül

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