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Eingespieltes Team: Sabina Eisenmann, Manuela Englberger, Gabriele Kaller, Claudia Sturm, Sabine Stiller, Gabriele Kölbl und Sonja Herrmann.

Nachbarschaftshilfe

Erfolgsgeschichte trägt einen Namen

Die Nachbarschaftshilfe Inning setzt auf ein bewährtes Team.

Inning – „Ich bin gerne da, und mir ist nichts zu viel“, sagte Gabriele Kaller gerührt, als sie am Mittwoch einen Blumenstrauß entgegennahm. Der Strauß für die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe (NBH) Inning war Dank für ihr über viele Jahre langes Engagement, genauer 35 Jahre im Vorstand und seit 30 Jahren als Vorsitzende. Und sie bleibt dabei, denn sie wurde am Mittwoch wiedergewählt.

Die Mitarbeiter am Enzenhofer Weg nehmen den Begriff „Nachbarschaftshilfe“ wörtlich, sie sind immer da, wenn in Inning Unterstützung benötigt wird. Sei es bei den Asylbewerbern, deren Helfer „auf weniger als 20 Personen geschrumpft sind“, wie die stellvertretende Vorsitzende Sabina Eisenmann bedauerte. Die Kraft sei den Paten und Helfern ausgegangen, die Arbeit aber bleibe ungebrochen hoch.

Das Aufgabenspektrum der NBH ist breit gefächert: Es umfasst den Mittagstisch Senioren und Kinder genauso wie einen Begleitdienst etwa zu Ärzten, die Vermittlung von Pflegehilfsmitteln sowie die Betreuung der Hortkinder, ein Ferienprogramm für den Nachwuchs und die Wunschbox für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, um nur einige aufzuzählen. Den Kranken und Alten stehen die rund 140 Festangestellten beziehungsweise geringfügig Beschäftigten und 70 Ehrenamtlichen ebenso zur Seite wie den pflegenden Angehörigen, denen Alltagsbegleiter ein paar freie Stunden ermöglichen.

Ein Herzstück der NBH ist ohne Frage der ambulante Pflegedienst, dessen sieben examinierte Pflegefachkräfte und neun Pflegehelferinnen von den Gästen Beifall für die allein von ihnen geleisteten knapp 10 000 Stunden erhielten. Anerkennung bekam der Pflegedienst auch vom Medizinischen Dienst (MDK) in Form der Note 1,0.

20 Seiten umfasste der Rückblick der Vorsitzenden auf ein Jahr, in dem wieder „der Mensch immer im Mittelpunkt steht“. Das Team leistete insgesamt 54 500 Arbeitsstunden – davon 8500 Stunden ehrenamtlich. Ein großes Dankeschön richtete Gabriele Kaller, die sich mit Eisenmann die Geschäftsleitung teilt, an die Gemeinde. „Es ist ein Geschenk, dass wir das Haus einschließlich aller Nebenkosten mietfrei nutzen dürfen.“ Gemeinsam mit der Zuwendung in Höhe von 36 Cent pro Einwohner ermögliche dies ein kostendeckendes Angebot.

Schatzmeisterin Gabriele Kölbl fasste die Arbeit des gemeinnützigen Vereins in Zahlen: 1,5 Millionen Euro erwirtschafteten sie in einem „sehr erfolgreichen und ausgeglichenen Geschäftsjahr“. Das sei möglich Dank eines Engagements, das Bürgermeister Walter Bleimaier und sein Vorgänger Werner Röslmair nach der einstimmigen Wahl sehr lobten. Wiedergewählt wurden nicht nur die Vorsitzende und ihre Stellvertreterin. Kölbl bleibt Schatzmeisterin, vertreten durch Manuela Engelberger. Schriftführerin Sonja Hermann wird weiterhin von Claudia Sturm vertreten. Ein neues Gesicht im Vorstand ist Pflegedienstleiterin Sabine Stiller (39), die den Beisitz von Waltraud Eidenböck übernimmt.

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