Der Baum steht, und die Inninger Maibaumdiebe haben kräftig mitangepackt. Das alles in Kroatien, denn der Baum, den die Inninger den Vaterstettenern gestohlen hatten, war für die Partnerstadt Trogir an der Adria gedacht. 

Landjugend Inning

So macht Brauchtum Spaß

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Fleißige Maibaumdiebe werden belohnt, so will es der Brauch. Die Inninger holten ihre Brotzeit nun in Kroatien ab.

Inning – Die Maibaumdiebe der Landjugend Inning hatten nach der ersten Beute vor zwei Jahren Blut geleckt. Und nicht nur das. Mit der ersten Beute in diesem Jahr landeten sie wieder in den Schlagzeilen und schließlich sogar in Kroatien. Denn für die Vaterstettener Partnerstadt Trogir war der Baum gedacht, den sich die Inninger Ende Februar stibitzt hatten. Als Auslöse durften die Maibaumdiebe vom Ammersee schließlich in das kroatische Hafenstädtchen reisen und mitfeiern. An diesem Wochenende war es soweit.

Mit 35 Mann flogen die Maibaumdiebe zur feierlichen Aufstellung am vergangenen Freitag. Den Baum hatten die Vaterstettener zuvor auf einem Lkw-Auflieger nach Trogir transportiert. Die Delegation wurde dabei von einem Drehteam der Filmhochschule München begleitet. Im „Gepäck“ hatten die Vaterstettener darüber hinaus gutes bayerisches Bier, 330 Liter in elf Fässern.

14 Stunden hatten die bayerischen Freunde gebraucht, um die 900 Kilometer zurückzulegen. Die Inninger waren mit dem Flugzeug freilich viele weniger lang unterwegs und waren entsprechend ausgeschlafen und bester Stimmung, versichert ihr Sprecher Lukas. Keine Frage, dass die geübten Burschen aus der Ammerseegemeinde beim Aufstellen des Traditionsstangerls mithalfen.

Der Baum in Trogir steht an der neu eröffneten Brücke zur Insel Ciovo. Er dient als sichtbare Wegmarke, inklusive einer Infotafel, auf der in Kroatisch und Deutsch erklärt wird, was es mit dem bairischen Brauchtum an der kroatischen Küste auf sich hat. Und bevor die Inninger gestern Nachmittag wieder gen Heimat flogen, genossen sie das Städtchen bei schönstem Wetter noch einmal in vollen Zügen.  

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