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Bei Schulschluss stehen die Schüler der Montessorischule Inning links und rechts der viel befahrenen Straße. Auch wenn sich hier gerade eine Lücke auftut, weiß jeder, der die Ortsdurchfahrt kennt, wie viel Verkehr am Marktplatz herrscht. Weil aber das Schulgebäude selbst an der Landsberger Straße steht, war die Situation am Marktplatz bislang kein anerkanntes Argument für Tempo 30. Mit der so genannten Einfriedungssatzu ng schöpft Bürgermeister Walter Bleimaier neue Hoffnung. 

Bürgerversammlung

Wiederbelebung einer Trasse?

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Es waren nur knapp 40 Inninger der Einladung von Bürgermeister Walter Bleimaier zur Bürgerversammlung gefolgt. Dabei hatte er so viel zu sagen.

Inning – Zum Beispiel erklärte er die Grundstücksverhandlungen zur ungeduldig erwarteten Erweiterung des Sportgeländes am Montagabend für gescheitert. Beim SV Inning hatte er am Freitag noch Hoffnung geäußert (wir berichteten). Und ob in diesem Zusammenhang oder auch nicht: Bleimaier gab bekannt, dass die Umgehungstrasse, die nach den Bürgerentscheiden aus dem Flächennutzungsplan genommen worden war, alles andere als gestorben ist. „Der Bauausschuss wird darüber noch einmal beraten.“ Ernst Jäger aus Bachern war es, der dem Bürgermeister diese Neuigkeit entlockte, als er fragte, ob die Trasse denn noch gültig sei.

Wie berichtet, hatte die Herausnahme der Trasse der Erweiterung des Sportgeländes neue Möglichkeiten geschaffen. Noch Ende vergangenen Jahres hatte Bleimaier gehofft, die notwendige Flächen erwerben zu können. Es geht um 30 000 bis 40 000 Quadratmeter, ein Grundstück eines Eigentümers. Es war ein langes Hin und Her, „an dieser Stelle und zum jetzigen Zeitpunkt muss man allerdings davon ausgehen, dass die Verhandlungen gescheitert sind.“ Einen Plan B, bedauerte Bleimaier, gebe es nicht. Und ohne Sportgelände stünde einem Wiederaufleben der Umgehungstrasse eigentlich auch nichts im Wege. Denn für zukünftige Generationen bleibe die Ortsdurchfahrt eine unbefriedigende Lösung. Auch wenn sich Bleimaier zuversichtlich zeigte, dass die „eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden könnten“.

Noch vor der Sommerpause soll es eine Bürgerbeteiligung zum Lärmschutz an der Ortsdurchfahrt geben. Die so genannte Einfriedungssatzung und ein begleitendes Förderprogramm für private Lärmschutzmaßnahmen seien auf einem guten Weg. Ganz anders als die Forderung nach dem „Dauerbrenner Tempo 30“. „Alle Anträge wurden negativ beschieden“, sagte Bleimaier. Vielleicht sei die Lärmbelastung der Anwohner ein taugliches Argument, nachdem der Konflikt Schule und Verkehr keines gewesen ist, nur weil das Schulgebäude nicht direkt an der Ortsdurchfahrt liegt. „Ich bin leicht optimistisch, dass wir zumindest in besonders betroffenen Teilbereichen erfolgreich sein können“, so Bleimaier. Hoffnung machte darauf auch Landrat Karl Roth, der zum Ende seiner Amtszeit ein letztes Mal zu einer Bürgerversammlung in die Ammerseegemeinde kam. Er habe sich den Wunsch notiert, versicherte er. „Es darf immer weniger Lärm auf den Grundstücken ankommen, also sollte die Chance steigen“, meinte er. Und doch bedauerte Bleimaier, selbst wenn alle Maßnahmen umgesetzt würden, „die Masse der Fahrzeuge bringen wir damit nicht weg“.

Sicher war Innings Bürgermeister noch nicht, ob die Sanierung im Herbst oder doch erst ab kommenden Frühjahr beginnt. Sicher sei aber, dass „sie ist mit Baulärm, Staub und und vielen Unannehmlichkeiten verbunden ist, auch was den Umleitungsverkehr anbelangt“. Der „Testlauf“ mit der aktuell gesperrten Landsberger Straße liefere den Beweis. Bleimaier bat für all dies schon am Montag um „Geduld und Verständnis“.

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