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Keine Chance mehr für den Sportplatz-Rowdy: Simon Hirschvogl, Martin Steigenberger und Maxi Lemberger (v.l.) sichern den Sportplatz in Breitbrunn mit schweren Baumstämmen. 

Auch aus Weßling wird ein Zwischenfall gemeldet

Ein Dorf rückt zusammen - gegen den Sportplatz-Rowdy

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  • Andrea Gräpel
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Der Sportplatz-Rowdy von Breitbrunn hat erneut zugeschlagen und mit seinem Auto den Rasen beschädigt. Immerhin gibt es jetzt aber ein Foto eines Verdächtigen - und die Breitbrunner helfen den Sportfreunden, ihren Sportplatz zu sichern. Einen ähnlichen Zwischenfall gibt es derweil auch aus Weßling.

Breitbrunn/Weßling – Die Verantwortlichen der Sportfreunde Breitbrunn trauten ihren Augen kaum: Der Unbekannte, der mit seinem Wagen schon einmal tiefe Furchen in Trainings- und Hauptplatz gefräst hat, hat am Sonntagabend erneut Runden auf dem Fußballplatz gedreht – und wieder großen Schaden hinterlassen. Diesmal wurde der Platz allerdings von zwei Wildkameras überwacht. „Wir hoffen, dass die Polizei Auto und Fahrer ermitteln kann“, sagt Vorsitzender Bernd Jahnke.

Wie berichtet, war ein Unbekannter schon zweimal des Nachts ungebetener Gast der Sportfreunde. Zuletzt war er zu Beginn vergangener Woche mit einem Geländewagen durch den weichen Boden des Hauptplatzes gekurvt und hatte zentimetertiefe Furchen hinterlassen. Platzwart und Fußball-Abteilungsleiter Martin Steigenberger opferte daraufhin den kompletten Samstag, um den Platz soweit wiederherzustellen, dass er wieder bespielbar ist. Alles ehrenamtlich, versteht sich. Zugleich konnte er zwei Wildkameras auftreiben und installieren. Dass diese bereits am Sonntagabend anspringen und Aufnahmen machen mussten, konnte er nicht ahnen.

Zu sehen sei auf den Aufnahmen nur schemenhaft ein großes schwarzes Fahrzeug, berichtet Jahnke. Ausgelöst habe die Kamera gegen 23 Uhr. Aber ansonsten blieb die Aktion auf dem abgelegenen Sportgelände erneut unbemerkt. „Vielleicht kann die Polizei auf den Aufnahmen mehr erkennen“, hofft der Vorsitzende. Er ist richtig wütend und fragt sich: „Wie krank kann so ein Hirn sein?“ Jahnke langt es. Auf dem Platz gebe es keinen Quadratmeter mehr, auf dem es keine Furchen gebe. Fest steht, dass der Platz in Breitbrunn durch die Aktion soweit beschädigt wurde, dass er am Ende der Saison komplett erneuert werden muss.

Die Verantwortlichen des Sportvereins und Vertreter der Gemeinde haben sich den Schaden gestern angeschaut und waren sich einig. Jahnke rechnet damit, dass die Sanierung schnell 10 000 Euro kosten kann. Bis dahin versuchen die Sportfreunde, die Fläche wenigstens bespielbar zu machen. Das nächste Heimspiel steht am kommenden Sonntag auf dem Spielplan. „Die gewohnte Platzqualität werden wir aber nicht mehr bieten können“, bedauert Jahnke.

Mehr Glück hatten die Weßlinger Fußballer. Sowohl im Dezember als auch am vergangenen Wochenende war auch ihr Platz als Autopiste missbraucht worden. Glücklicherweise habe sich der Schaden beide Male in Grenzen gehalten, berichtet Fußball-Abteilungsleiter Martin Jakob. Der Rasen sei das erste Mal hart gefroren gewesen und dieses Mal kurz vorher gut gewalzt. Er kann sich gut vorstellen, dass dieselben Personen dahinter stecken.

Die Sportfreunde Breitbrunn wollen nun dafür sorgen, dass solche Aktionen nicht mehr auf ihrem Platz stattfinden können. Noch gestern wurden mit Steinen und Baumstämmen provisorische Barrikaden errichtet. Unterstützung erhielt der Verein dabei von seinen ortsansässigen Baufirmen. Breitbrunn hat derer mit Greimel, Kaindl und Breitenberger gleich drei, und deren Inhaber zögerten keine Sekunde. Über die Hilfe freut sich Jahnke: „Ein Dorf rückt zusammen.“ Sobald wie möglich folgen weitere Maßnahmen – eine Schranke soll aufgestellt werden, außerdem werden Zäune errichtet und zwei Überwachungskameras fest installiert.

Rowdys haben derzeit Sportplätze als Ziele für Schleuderpartien mit Autos auserkoren. Nach Fällen in Weßling und Breitbrunn traf es in den vergangenen Tagen Percha und Herrsching. Im Starnberger Ortsteil müssen Spiele abgesagt werden.

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