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Der nächste Zug will gut überlegt sein: Der Schachclub Ammersee hatte mit Großmeister Thomas Luther einen dreimaligen Deutschen Meister zu Besuch in Inning. 

Montessorischule Inning

Im Endspiel istTechnik gefragt

Die Jugend-Schachgruppe des Schachclubs Ammersee hatte Besuch. 

Inning– Hohen Besuch hatte die von Christoph Schöner geleitete Jugend-Schachgruppe des Schachclubs Ammersee. Der dreimalige Deutsche Meister Thomas Luther gab für etwa 30 Nachwuchstalente aus mehreren Vereinen in der Montessorischule Inning eine Trainingseinheit zum Thema „Turm-Endspiele“.

Der in Erfurt lebende Großmeister (GM) weilte für ein paar Tage im Fünfseenland, ehe er gestern zu Mannschaftskämpfen in der österreichischen Staatsliga nach Wien weiterreiste. Der Kontakt zu Thomas Luther hatte sich durch den Steinebacher Schachkollegen Klaus De Francesco ergeben, der zusammen mit dem GM für den SK Weilheim in der deutschen 2. Bundesliga Ost spielt und für die „Münchner Schachakademie“ selber seit Jahren Schach-Unterricht in Schulen des Landkreises gibt.

Das Thema der Trainingseinheit war Endspiel. „Wir üben Endspiele auch unter dem Aspekt, dass man als Spieler beim Erreichen eines Endspiels meist schon sehr lange am Brett gesessen hat und vielleicht müde ist. Wenn man dann bestimmte Motive abrufen kann und nicht mehr lange über jedes Zugmanöver nachdenken muss, ist das hilfreich.“

Dem ehemaligen Silbermedaillen-Gewinner mit dem deutschen National-Team bei der Schacholympiade Istanbul (2000), viermaligen österreichischen Mannschaftsmeister (mit Jenbach) und Weltmeister bei Schachspielern mit Handicaps (2011) lauschte der Nachwuchs in Inning wie gebannt. „Der Turm muss nach e1!“, beteiligt sich Laurin rege an der „richtigen“ Gewinnführung in einem der diskutierten Turm-Endspiele, während Johannes lieber zuhört und seinen favorisierten Zug nur vor sich hin murmelt.

Die Schach-Eleven kommen diesmal vom SC Ammersee, aus Windach und Fürstenfeldbruck. Und ihre Trainer folgen den Ausführungen des Erfurter Großmeisters ähnlich konzentriert wie ihre Schützlinge. „Bei Turm-Endspielen hat wohl jeder von uns so seine Defizite“, gibt Christoph Schöner zu.

Nach etwa 90 Minuten Endspiel-Training sind jedenfalls alle Spieler wieder ein Stückchen besser geworden und freuen sich schon aufs nächste Mal. 

ty

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