Mato Piechota, mit Lebensgefährtin Diddl Hagenfeld und deren Tochter Arwen, übernimmt die Wörthsee-Alm. F.: svj

Gastronomie

Neue Wirte für die Wörthsee-Alm - neue Aufgabe für Mato

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Die Wörthsee-Alm im Inninger Ortsteil Schlagenhofen bekommt neue Wirte. Einer von ihnen ist Mato Piechota, vielen als König der Fischsemmeln bekannt.

Schlagenhofen – Sie sehen sich als „Soulfood-Brothers“ – Mato alias Markus Thomas Piechota, Andreas Kuriat und Heiko Kühl. Den Mato (44) kennen viele als König der Fischsemmeln an der Herrschinger Seepromenade. Andreas Kuriat (38) betrieb nach dem Abriss der Gaststätte in Aidenried einige Jahre einen Kiosk dort, und Heiko Kühl (49) „hilft immer mit“, wo er gebraucht wird. Als nach neuen Pächtern für die Wörthsee-Alm in Schlagenhofen gesucht wurde, sagten sich die Freunde: Warum nicht? Noch ist der Vertrag zwar nicht unterschrieben, die Firma noch nicht eingetragen – „wenn alles steht, legen wir aber los“, sagt Mato. Nächste Woche soll es so weit sein, schätzt er. Schon im Juni würde er gerne eröffnen.

Mato freut sich auf das neue Projekt, nachdem es in seinem Kiosk in Steinebach keine Zukunft gab (wir berichteten). „Denen waren wir zu bunt“, sagt er. Zwei Jahre hatte der Wahl-Herrschinger die Dependance am Wörthsee. Unkonventionell wollen er und seine Freunde nun auch in der „Alm“ loslegen. „Aber erst mal muss klar Schiff gemacht werden“, sagt er. „Dann schauen wir, was man so machen darf. Wir werden sicher nicht Gas geben, bis der Arzt kommt.“

Zunächst soll donnerstags, freitags, samstags und sonntags geöffnet sein, jeweils ab 17 Uhr mit offenem Grill, an dem sich jeder sein Essen selbst grillen darf. Die Gäste dürfen sich ihre Gerichte auch gern selbst zusammenstellen. „Ich krieg’ immer ’nen Vogel, wenn ich mir Speisenkarten ansehe. Eigentlich will ich das, aber mit dem. Eigentlich auch nicht so viel. Das geht sicher nicht nur mir so“, sagt Mato. Dem wollen die „Soulfood-Brothers“ in der Wörthsee-Alm gerecht werden.

Den Wirtshausnamen übrigens behalten sie, auch wenn das Konzept ganz neu ist. Dazu gehört, dass Angebote wie Kinder-Yoga denkbar seien, mit dem sich Matos Lebensgefährtin Diddl Hagenfeld (40) gerne einbringen würde. Mato selbst geht mit der Idee schwanger, einen Vinyl-Club zu gründen, um zusammen alte Schallplatten zu hören. „Ich habe noch jede Menge im Keller“, sagt er. „So’n bisschen was Kultiges“, schwebt dem ehemaligen Kameramann vor.

Die „Medienseifenblase“ war ihm vor zehn Jahren zu blöd geworden. Er verließ Berlin erst Richtung Schweiz, dann nach Herrsching zur Lebensgefährtin. Bevor er sich dort selbstständig machte, jobbte er morgens im Bioladen, mittags beim Stumbaum im Fischgeschäft und abends im Bootshaus. Und kaum hatte er den Fischladen übernommen, wurde über ihn im „Feinschmecker“ berichtet. „Das haben sogar Leute auf Sylt gelesen, die dann zu mir runter kamen.“ Mit ebenso viel Leidenschaft wie Mato in seinem Fischladen in Herrsching wollen er und seine Freunde nun das Projekt Wörthsee-Alm angehen und zu etwas Besonderem machen.

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