Anrufsammeltaxi

Inning steigt mit ein

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Inning freut sich, an das Anrufsammeltaxi-System der Nachbarn im Landkreis Fürstenfeldbruck anschließen zu können.

Inning – In der Gemeinderatssitzung am Dienstag stimmte das Gremium einer Kostenbeteiligung zu. Diese hält sich mit einer Summe zwischen 5000 und 7500 Euro im Jahr in Grenzen, weil der Landkreis Starnberg das Projekt zu 70 Prozent fördert. Weil Inning keinen S-Bahnhof hat, gebe es darüber hinaus für Inning einen extra Zuschuss vom Landkreis, so Innings Geschäftsleiter Jürgen Hafner.

Wie berichtet, hatte der Landkreis einer versuchsweisen Anbindung der Gemeinden Herrsching, Inning, Seefeld und Gilching für vier Jahre zugestimmt. Hoch erfreut hatte Herrsching dem Projekt vor 14 Tagen seinen Segen gegeben. Noch größer schien die Freude zumindest bei einigen Gemeinderätinnen im Inninger Gremium. Entsprechend einstimmig auch hier die Zusage einer 30-prozentigen Kostenbeteiligung. Die Seefelder schließen sich auch an, die Entscheidung in Gilching steht noch aus.

Die vier Gemeinden im westlichen Landkreis sind erst der Anfang, Ziel ist es, dass alle 14 Landkreisgemeinden in das System aufgenommen werden. Ein System, das bei den Nachbarn im vierten Jahr erfolgreich läuft, mit zunehmenden Fahrgastzahlen. Das Anrufsammeltaxi soll die Lücke schließen, die auf den MVV-Linien 820, 921 und X900 in der Zeit zwischen 22 und 5 Uhr besteht. Wer es nutzen will, muss 45 Minuten, bevor es losgehen soll, anrufen. Und gefahren wird nur, wenn auch angerufen wird. In der Zentrale in Bruck werden die Fahrten auf den Linien dann koordiniert. Gefahren wird der schnellste Weg, der unter Umständen von der jeweiligen Linie abweichen kann.

Barbara Wanzke (Grüne) freute sich am meisten: „Für uns wäre das ein Meilenstein. Wenn man zum Beispiel mal früh zum Flughafen muss.“ Die Inninger, die nicht an das S-Bahn-Netz angeschlossen sind, waren in dieser Hinsicht schon immer benachteiligt. Über das Anrufsammeltaxi könnten sie nun aber auch spät am Abend und früh am Morgen vom und zum Bahnhof Hechendorf – und dies alles zum MVV-Tarif. Zeitkarten gelten genauso wie Einzelfahrkarten, die im Übrigen auch im Taxi gelöst werden können. „Eine tolle Sache“, schwärmte auch Monika Schüßler-Kafka (FW). Die Entscheidung fiel einstimmig, sich an dem Probelauf zu beteiligten. Los geht es schon zum Fahrplanwechsel im Dezember für die Dauer von vier Jahren. 

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