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Jürgen Kiermeir ist nicht mehr für das Training des SV Inning verantwortlich.

Fußball

Inning feuert Trainer Kiermeir

Inning – Von wegen Harmonie in der Winterpause. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat es bei den Fußballern des SV Inning um Weihnachten herum ein heftiges Erdbeben gegeben.

Die Folge: Josef Müller legte sein Amt als Abteilungsleiter nieder. Kurz darauf wurde der Trainer der ersten Mannschaft, Jürgen Kiermeir, entlassen. Nachfolger ist ausgerechnet Kiermeirs Vorgänger Stefan Sturm. „Es sind zwei Lager aufeinandergetroffen“, sagt SVI-Vereinsvorstand Bernd Köster. Auf der einen Seite stand die bisherige Führung um das Inninger Urgestein Josef Müller, auf der anderen die Jugendleitung mit Frank Wuthe und Jugendtrainer Markus Spiewok. 

„Es gab Anfang Dezember eine Sitzung, in der die weitere Zusammenarbeit besprochen werden sollte“, berichtet Köster. Müller habe auf die Fragen eher ausweichend reagiert und sich Bedenkzeit erbeten. „Für mich hat sich ein Abteilungsleiter um alle zu kümmern, auch um die G-Junioren“, stellt Köster klar. Müller habe sich in der Folge nicht weiter geäußert und stattdessen zwei Wochen später eine kurze Mail mit seinem Rücktritt versendet. Der ehemalige Spartenchef will sich zu den Vorgängen noch nicht äußern. Deutlich auskunftsfreudiger ist Kiermeir. „Es wurde behauptet, ich würde die Mannschaft nicht mehr erreichen. Dabei wurde mit keinem Spieler gesprochen. Wenn sie gesagt hätten, dass sie mich einfach nicht mehr wollen, dann wäre das okay gewesen. Aber nicht mit so an den Haaren herbeigezogenen Argumenten“, sagt der 43-Jährige.

Das will Köster so nicht stehen lassen: „Ich habe mit vielen Spielern gesprochen, unter anderem mit dem Spielführer.“ Vor allem die sportliche Situation hätte gegen Kiermeir gesprochen. „Wir sind der A-Klasse gefährlich nahe“, so Köster. Nun soll also Sturm, der erst im Sommer zurückgetreten war, das Kreisklassen-Team in eine gute Zukunft führen. „Es spricht für ihn, dass er jetzt wieder bei uns anfängt“, sagt Spiewok, der die Abteilung zusammen mit Wuthe bis zu den Neuwahlen im Januar interimsmäßig leitet. Sturm hatte nach einer Dissonanz mit Müller vor einem halben Jahr die Flucht ergriffen. „Es war darum gegangen, dass der alte Trainer einige Spieler aussortieren wollte und dafür mit Geld neue Spieler holen wollte“, behauptet Kiermeir. Dem widerspricht Spiewok energisch: „Unser Konzept ist, dass wir unsere eigenen Spieler aus der Jugend fördern wollen. Bei uns wird kein Geld gezahlt werden. Das hat der neue Trainer bei seiner ersten Ansprache auch gleich klar gestellt.

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