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Das Diebesgut: Den 29 Meter langen Maibaum des Maibaumvereins Sendling-Westpark stibitzten die Burschen der Inninger Landjugend in der Nacht zum Donnerstag. 

Spezialisten sind unterwegs

Schon wieder erfolgreich: Inninger Landjugend holt sich den zweiten Münchner Maibaum

Die trauen sich was: Die Inninger Landjugend hat schon wieder zugeschlagen. Diesmal mussten die Sendlinger dran glauben.

Inning – Wie gewonnen, so zerronnen: Gerade erst konnten die 150 Mitglieder des Maibaumvereins Sendling-Westpark ihren Baum von den Unterbrunner Burschen zurückerobern, schon haben erneut Maibaumdiebe zugeschlagen. Dieses Mal handelt es sich sogar um Wiederholungstäter. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 3.30 Uhr schlugen 35 Burschen der Inninger Landjugend zu und entführten den Sendlinger Maibaum. 

„Wir wussten schon seit etwa einer Woche, wo der Maibaum liegt“, verrät Landjugendmitglied Gerhard (38). Kein Wunder, denn die Inninger sind mittlerweile Profis im Maibaumklau. Für die Landjugend ist das Diebesgut schon der zweite gestohlene Münchner Maibaum in diesem Jahr. Vor etwa zwei Wochen hat es die TU München getroffen. Deren Maibaum stahlen die Inninger nun schon das zweite Jahr in Folge. „Wir sind momentan gut in der Übung“, freut sich Gerhard.

„Unser Maibaum ist zum Glück noch im Holz“, erzählt der 38-Jährige. Traditionsgemäß wird der Inninger Maibaum erst 10 Tage vor dem 1. Mai in die Gemeinde gebracht. „Da machen wir uns dann aber schon Sorgen, weil wir jetzt Aufmerksamkeit erregt haben“, gesteht Gerhard. Deshalb soll der ebenfalls 29 Meter lange Baum in Inning von einer „bestens ausgebildeten Maibaumwache“ Tag und Nacht bewacht werden. „Insgesamt 20 Leute teilen sich die Schichten“, sagt Gerhard.

„Sie haben schon gemerkt, dass ihr Baum weg ist“

Bis es so weit ist, genießen die Inninger aber erst einmal ihren Triumph. Damit der Baum des Sendlinger Maibaumvereins doch noch wie geplant zum 1. Mai am Luise-Kiesselbach-Platz stehen kann, müssen die Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Otto Seidl nun zum zweiten Mal die Verhandlungen eröffnen – und danach besser auf ihren Baum aufpassen.

„Es hat sich jemand aus Sendling bei uns gemeldet. Sie haben schon gemerkt, dass ihr Baum weg ist“, verrät Gerhard. „Ein Rückgabetermin steht aber noch nicht fest.“ Die Inninger erweisen sich jedoch als gnädige Verhandlungspartner: Eine Einladung zu Bier und Brotzeit wollen sie verlangen. „Es soll eine Gaudi werden“, sagt Gerhard.  

cia

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