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Der Gewerbepark Inning/Wörthsee - ein Vorzeigeobjekt

Gewerbepark Inning/Wörthsee

Alles wie geschmiert

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Die letzten Verbindlichkeiten sind bezahlt. Der Interkommunale Gewerbepark Inning/Wörthsee ist damit schuldenfrei, freute sich Innings Kämmerin Silke Krause in der Zweckverbandsversammlung am Dienstagabend. Gewinne dürfen sich die beiden Gemeinden künftig komplett teilen.

Inning/Wörthsee – Im Mai 2012 wurde mit der Vermarktung der 27 Parzellen begonnen, schon zwei Jahre später waren 60 Prozent verkauft. Der Zweckverband vertraute dabei auf die Dienste der Entwicklungsgesellschaft DSK. Die letzten Grundstücke wechselten im März vergangenen Jahres den Besitzer. Kindermöbelhersteller, Hersteller für Zielfernrohre, eine Kinderkrippe oder Katamaranhersteller – es ist ein bunter Branchenmix. Und der Gewerbepark, als erste interkommunale Kooperation dieser Art in der Region, ist ein Vorzeigeobjekt des Landkreises.

Um das Gebiet besser anzubinden, gibt es seit vergangenem Dezember zwei neue Buslinien und eine neue Bushaltestelle. Dass diesen der Zweckverband bezahlen musste, stieß bei Innings Verbandsrätin Barbara Wanzke auf Kritik. „Das ist ein Service, den eigentlich die Unternehmen bezahlen sollten“, fand sie und erhielt auch Zustimmung. Ändern wird sich daran aber erst mal nichts.

Mit der geplanten Erweiterung des Gebiets, die die Gemeinde Inning allein anstrebt, kommt auch eine Tankstelle zu dem Mix an Branchen dazu (wir berichteten). Sie wird das erste Unternehmen sein, das auf der Erweiterungsfläche den Betrieb aufnimmt. Die übrige Realisierung nehme noch ein paar Jahre in Anspruch, sagte Innings Bürgermeister Walter Bleimaier.

Bleimaier kann sich als Verbandsvorsitzender des Interkommunalen Gewerbeparks trotzdem freuen. Sowohl Inning als auch Wörthsee erzielen satte Einnahmen. 900 000 Euro betrug die Gewerbesteuer im vergangenen Jahr, 800 000 Euro hat die Kämmerin für das laufende Jahr veranschlagt. Auch 2,4 Millionen Euro Investitionsüberschuss konnten sich Inning und Wörthsee schon teilen. Eine weitere Million kommt im laufenden Haushaltsjahr dazu. Durch die Auszahlung des restlichen Investitionsüberschusses werden die Rücklagen des Zweckverbandes ab 2019 auf rund 200 000 Euro zusammenschmelzen „Dieser Betrag sollte zur Sicherstellung des Betriebes künftig als Rücklage stehen bleiben“, empfahl Silke Krause. Zur Deckung des laufenden Unterhalts sei dafür ab 2019 mit einer Betriebskostenumlage in Höhe von zusammen rund 88 000 Euro zu rechnen. Kein Grund zur Sorge, deshalb stimmten die Verbandsräte auch einstimmig über Haushalt und Finanzplanung ab.

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