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Stolz überreichte Vorsitzender Jens Möller (2.v.l.) Urkunden an Marius Weller (l., 10 Jahre), Kurt Zobrist (Mitte, 5 Jahre) und Philipp Müller-Judex zur bestandenen Wasserretter-Prüfung (2.v.r.). Der frisch gebackene Papa Christian Feigl erhielt ein Bobbycar, um den Nachwuchs früh zur Arbeit in der Ortsgruppe hinzuführen.

Wasserwacht Buch

Weniger Wachstunden

Vorsitzender Jens Möller war bei der Jahresversammlung der Wasserwacht Buch am Freitag selbst überrascht, dass die Mitglieder trotz des warmen Sommers knapp 800 Stunden weniger geleistet hatten als 2017. Allerdings zählten die Freiwilligen ihren Dienst am zugefrorenen See am Bucher Ufer nicht dazu. Den leisteten sie ganz inoffiziell.

Buch – Ereignisreich und für die Jugend pokalreich war das Jahr auf jeden Fall, auf das Wasserwachtler und Gäste in Innings Gasthof zur Post zurückblickten. In den Reihen der Zuschauer verfolgten auch Gründungsmitglieder Reinhard Ott und Hans Loschko den Vortrag. Zur Feier des 50. Geburtstags der Ortsgruppe (wir berichteten) hatte Möller alle Wachstunden in der Bucher Station zusammengezählt. Und geht man von einem Achtstundentag aus, wachte Loschko (Platz 6) umgerechnet 426 und Ott (Platz 12) 300 Arbeitstage über die Badegäste, Schwimmer und Wassersportlern. Angeführt wird die Tabelle vom Vorsitzenden mit 675 Arbeitstagen – also ein Jahr und zehn Monate. Auch auf der aktuellen Liste stemmte Möller mit 241 die meisten der insgesamt 3060 Wachstunden, dicht gefolgt von Jugendleiterin Marion Mair (236 Stunden). Kurt Zobrist, der an diesem Abend für 5 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, kam auf 134 Stunden.

Im vergangenen Jahr zählte der technische Leiter 25 Erste-Hilfe-Leistungen sowie 30 Sachbergungen. 13-mal rückten die Ehrenamtlichen für Wassersportler aus. Besonders in Erinnerung geblieben war dem frisch gebackenen Bootsführer der „Action-Tag“, an dem die Wachmannschaft vor lauter Arbeit kaum trinken und schon gar nicht essen konnte. An diesem windigen Sommerwochenende suchten die Wachenden erst einen vermissten jugendlichen Surfer, den sie später unversehrt am Ufer wiederfanden. Zurück in der Wachstation, mussten sie sogleich ein gekentertes Boot aufstellen, um kurz darauf einem manövrierunfähigen Surfer zu Hilfe zu eilen.

Der anschließende Bericht der Jugendleiterin über ihre Arbeit mit den 21 Jugendlichen strotzte geradezu vor Vergnügen und Erfolgsmomenten. Sie erzählte von heiteren Rettungsübungen im Wasser, dem Wasserwichtel oder vom Weihnachtsbowlen. Gleich dreimal gewann der Nachwuchs einen Pokal: die Dampferstegjumper und die Wasserratzen beim Jugendrettungs-Schwimmwettbewerb sowie ihre Söhne Johannes und Lukas und Nepomuk Porkert im Dreikampf. Finanziell erfreute die Ortsgruppe BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang, BRK-Kreisvorsitzenden Michael Kuffer sowie Kreiswasserwacht-Chef Markus Schmolz mit schwarzen Zahlen. Eine neue Wachstation bräuchten sie auch nicht, so Lang. Und den Neubau vom Rettungssteg in Buch gingen die 22 Aktiven aus eigener Kraft an, kündigte Möller am Ende seines Vortrags an, bevor er Philipp Müller-Judex zum abgeschlossenen Wasserretter und Marius Weller zu zehn Jahren Mitgliedschaft gratulierte. Alles in allem präsentierten die Bucher eine Bilanz, die auch Vize-Landrat Tim Weidner beeindruckte, wie er sagte. Um den Ehrenamtlern zu danken, war er an diesem Abend einmal quer durch den Landkreis gefahren.  mk

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