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Das Team um Innings Bürgermeister Walter Bleimaier (vorne Mitte) ist gut aufgestellt, alle 16 Listenplätze sind besetzt. 

Kommunalwahl 2020

Viel erreicht, manchmal auch nix

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Bürgermeister Walter Bleimaier will mit motiviertem Team in eine  zweite Wahlzeit starten. 

Inning – Zum Auftakt seines Wahlkampfes hat Innings Bürgermeister Walter Bleimaier einen Blick in das Wahlprogramm vor knapp sechs Jahren geworfen. Um festzustellen, dass viele Punkte von damals noch heute aktuell sind. Der 60-Jährige hat das Amt lieb gewonnen, auch wenn er das nie so ausdrücken würde. Für ihn hatte es jedenfalls schnell festgestanden, dass er nochmal kandidiert. In der Aufstellungsversammlung am Mittwoch erhielt er von den anwesenden Mitgliedern des CSU-Ortsverbandes 100-prozentige Unterstützung. So wie alle Kandidaten, die mit ihm in den Wahlkampf ziehen.

Zurück zum Wahlprogramm 2014. Damals hatte er sich den Lärmschutz entlang der Autobahn auf die Fahnen geschrieben. „Den Flüsterasphalt haben wir“, sagte er. Einen Lärmschutzwall oder Wände – vielleicht. Große Hoffnung schwang in seinen Worten nicht mit, denn dafür sei viel Grund erforderlich, das die Gemeinde noch erwerben müsse. Natürlich war die Ortsdurchfahrt auch 2014 ein Thema. „Ein Konzept haben wir. Aber was passiert ist, weiß jeder: nix.“ Bleimaier macht die Hauptursache dafür im für die Staatsstraße zuständigen Staatlichen Bauamt aus. Vor der Sanierung wollte dies nichts investieren, nicht in optische Verengungen oder Entfernung der Markierungen. In nichts, was bei einer Sanierung ohnehin keinen Bestand hätte. Diese hätte heuer beginnen sollen, nun habe die Gemeinde eine Zusage, dass 2020 angefangen werde.

Auf der Liste von damals stand zudem, sich um eine Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund zu bemühen. „Da hatten wir noch gar nicht gewusst, wie viele das sind“, so Bleimaier mit Blick auf den Flüchtlingsstrom, der erst 2015 einsetzte. 12 000 Euro lasse sich die Gemeinde dies inszwischen jährlich kosten. Geld hätte Bleimaier auch gerne für die Erweiterung des Sportgeländes am Schorn in die Hand genommen – damals wie heute. „Da sind wir nicht weiter“, stellte er ernüchtert fest, „es ist verdrießlich – sehr verdrießlich.“ Ebenso mit dem Radweg nach Bachern. In beiden Fällen scheiterte der Grunderwerb; der Eigentümer der Flächen sei derselbe.

Natürlich sei auch viel vorangegangen: Gewerbepark, Rathaus, Digitalisierung, bezahlbarer Wohnraum und die Flüchtlingsbetreuung. Bleimaier blickt stolz zurück und wurde von CSU-Landratskandidat Stefan Frey über den grünen Klee gelobt. Innings Bürgermeister sei ein Mittler und Brückenbauer. Und aus Sicht des Starnbergers „ist in Inning die Welt noch in Ordnung“. Bleimaier stimmte dem insofern zu, als ihm die Arbeit im Gemeinderat gefalle. „Ich will alle mit im Boot haben, ich will keine 9:8-Abstimmungen.“ Das sei ihm gelungen, die Zusammenarbeit beschreibt er als gedeihlich und frei von Parteipolitik. So will er es fortführen. Aus seinem CSU-Ortsverband hat er neben den bewährten Köpfen, die schon heute am Ratstisch sitzen, auch junge Leute gewinnen können, die für das Gremium kandidieren. Etwa die Enkelin seines Vorvorgängers Georg Glas, Anna Herrmann, und Roman Sieber aus Schlagenhofen oder den JU-Ortsvorsitzenden, den Studenten Yannik Krüger.

Die Kandidaten: 1. Walter Bleimaier, 2. Anja Wagatha, 3. Andreas Diethelm, 4. Anna Herrmann, 5. Thomas Bauer, 6. Yannik Krüger, 7. Aja Streng, 8. Roman Sieber, 9. Andreas Hauser, 10. Andreas Schramm, 11. Angelika Wittmann, 12. Sebastian Lautenbacher, 13. Franz Stürzer, 14. Günther Kammerloher, 15. Hans Demmel und 16. Falk Zerling.

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