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Wollen Dinge anpacken, nicht aufschieben: (sitzend v.l.) Barbara Gäch, Sabina Eisenmann, Birgit Schlögl, Susi Rohlfs und Uli Neu bauer, (stehend v.l.) Manfred Kreisel, Johann Ritzer, Bernd Köster, Georg Eisenmann, Tobias Ritzer, Thomas Keil, Robert Schmidt-Fischer und Wolfgang Neubauer. 

Kommunalwahl 2020

Birgit Schlögl auf Röslmairs Spuren

Die Spatzen pfiffen es schon längst von Innings Dächern, nun ist es also offiziell: Birgit Schlögl tritt als Bürgermeisterkandidatin für den Freien Bürger Block (FBB) an.

Inning– Neben Bürgermeister Walter Bleimaier und SPD-Kandidatin Angelika Wenisch ist sie damit die dritte Bewerberin um dieses Amt. Ihr zur Seite stehen 13 einstimmig gewählte Listenkandidaten, von denen viele aus ihrem jeweiligen ehrenamtlichen Engagement für Sportverein Inning (SVI), Nachbarschaftshilfe (NBH), Freiwillige Feuerwehr, Theatervereine oder Landjugend bekannt sind. Alle beteuerten, sie wollten in einem guten Miteinander anpacken. Sei es in Sachen Ortsdurchfahrt, bezahlbaren Wohnraum oder Verkehrschaos an Sonnentagen.

„Wir haben eine super Truppe zusammenbekommen“, freute sich Gemeinderat Johann Ritzer und sprach in der Aufstellungsversammlung von einem Neustart des FBB. Die Wahl im Gasthof zur Post leitete der ehemalige Bürgermeister Werner Röslmair, der bis 2014 im Amt war. In dessen Amtszeit „ging noch was“, fand die 47-jährige Birgit Schlögl, die seit 17 Jahren in Inning lebt. Unter ihm seien der interkommunale Gewerbepark, der Recyclinghof sowie der Radweg nach Buch entstanden. Die zweifache Mutter und Elektrotechnikerin erinnerte auch an den Streit um die Entlastungsstraße, die „den Ort gespalten hat“. Seither sei viel geplant worden, „aber passieren tut gar nix“. Das gelte für die Hauptstraße, die seit sechs Jahren unverändert geblieben sei und den neuen Sportplatz für den SVI, der bekanntlich an den Grundstücksverhandlungen scheiterte. Sie gab sich kämpferisch, will Dinge anpacken, nicht aufschieben. Vorgenommen habe sie sich eine ortsübergreifende Planung der Infrastruktur „mit versierten Ingenieurbüros, nicht irgendwem“.

Das Sorgenkind bezahlbarer Wohnraum könne man nur mit einer Ortsverdichtung, Geschosswohnungsbau und Aus- und Umbau von ungenutztem Wohnraum lösen. Und sie wolle sich für die Vereine einsetzen, die einen großen Anteil an „einem intakten Dorfleben“ hätten. „Mit diesem super Team können wir was schaffen“, meinte Schlögl zuversichtlich. In diesem Team wirkt unter anderem Ritzer mit, der – als Röslmair Bürgermeister wurde – für ihn als Gemeinderat nachrückte. Aktuell ist Ritzer einziger FBB-Vertreter am Ratstisch. „Das wollen wir ändern“, rief er. Mit Kandidatinnen wie Sabina Eisenmann, die aus ihrer Arbeit für die Nachbarschaftshilfe ein vertrautes Gesicht im Ort ist. Die 54-jährige dreifache Mutter trete unter anderem an, damit Inning sozial „no mehr zammruckt“. Sohn Georg Eisenmann (25) schloss sich ihr auf Listenplatz 11 an. Susi Rohlfs (40) hatte den bezahlbaren Wohnraum im Sinn. Und Bernd Köster (70), der viele Jahre dem SVI vorstand, habe sich „spontan“ als einziger Freier zur Kandidatur entschlossen. „Ich bin es leid, dass immer Versprechungen gemacht werden, die nach der Wahl wieder vergessen werden.“

Die Kandidaten des FBB: 1. und 2. Birgit Schlögl, 3. und 4. Johann Ritzer, 5. und 6. Thomas Keil, 7. Sabina Eisenmann, 8. Susi Rohlfs, 9. Manfred Kreisel, 10. Barbara Gäch, 11. Georg Eisenmann, 12. Tobias Ritzer, 13. Uli Neubauer, 14. Robert Schmidt-Fischer, 15. Wolfgang Neubauer und 16. Bernd Köster.

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