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Symbolbild

Montessorischule Ammersee

Platz für Kindergarten gesucht

Inning - Die Kindergartengruppe in der Montessorischule Ammersee in Inning war bislang nur geduldet, darum wird schon lange nach neuen Räumen gesucht. Nun liegen so viele Anmeldungen vor, dass sogar zwei Gruppen betreut werden müssen. Ein Umzug ist unumgänglich, aber es fehlt der Platz.

Die Pädagogik von Maria Montessori ist beliebt und erfährt nicht erst seit dem umstrittenen G8 viel Zuspruch. Fast 30 Jahre gibt es die Montessorischule Ammersee. Die erste Klasse startete noch in der Beamtenfachschule in Herrsching. Der Weg führte über Breitbrunn bis aktuell Inning, wo 2012 die erste 10. Jahrgangsstufe zur Mittleren Reife antrat, nachdem 2011 angebaut worden war. Nun ist es schon wieder zu klein an der Landsberger Straße in Inning. Denn noch ist auch ein Kindergarten an die Schule angeschlossen. Es sei von Anfang an eine Übergangslösung gewesen, weiß Bürgermeister Walter Bleimaier. Die Räumlichkeiten entsprächen jedoch nicht korrekt den Vorgaben. Die vorübergehende Ausnahmegenehmigung gilt deshalb nicht auf Dauer. Gesucht werden nun Räume für den Kindergarten.

Aufgrund der großen Nachfrage soll der Kindergarten zudem von einer auf zwei Gruppen ausgeweitet werden. Einen Ort hatten die Verantwortlichen auch schon gefunden: Der geplante Ausstellungsraum der Firma Gandl Natursteine am Rudolf-Diesel-Ring in unmittelbarer Nachbarschaft der Tierarztpraxis im alten Inninger Gewerbegebiet. Darauf gekommen ist Firmeninhaber Rainer Gandl rein zufällig im Gespräch mit der Schulleitung. „Wir hatten im Ausstellungsgebäude noch Platz“, so der Firmeninhaber, dessen Sohn die Montessorischule besucht.

Der Verein und auch Gandl freuten sich über eine gute Lösung, denn durch die Hanglage wäre im ersten Stock ein direkter Ausgang in den Garten möglich. Bislang war das jedoch nicht mehr als eine Idee und noch kein offizieller Antrag.

Als Innings Rathauschef die Planungsabsicht nun im Gemeinderat vortrug, war die Reaktion alles andere als positiv. „Mitten im Gewerbegebiet zwischen den Lkw?“, schlug Barbara Wanzke (Grüne) geradezu entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen. „Das ist viel zu gefährlich.“ Dabei stieß sie auf allgemeine Zustimmung. Das Gemeinderatsgremium lehnte den Wunsch der beiden Antragsteller in der jüngsten Sitzung einstimmig ab.

Gadl versteht diese Entscheidung nicht. Auch andere Kindergärten befänden sich an viel befahrenen Straßen. Sogar im neuen Gewerbegebiet ist ein Platz dafür da, warum also nicht auch im alten? „Wir suchen schon seit längerer Zeit“, bestätigt Montessori-Geschäftsführerin Johanna Stegmaier. „In Inning und Umgebung ist das nicht so einfach.“ Insofern kam der Gadl-Vorschlag gelegen. Eine Alternative bietet sich – noch – nicht.

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