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Das Loch in der Brucker Straße reißt mit jedem Regen und mit jeder Belastung weiter auf.

Frostschäden

Münchner Straße in Inning: „Eine Katastrophe“ mitten im Ort

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Inning – Dem einen oder anderen Inninger ist es möglicherweise eine willkommene Verkehrsberuhigung – das große Loch, das sich vor der Apotheke, mitten im Ort und mitten auf der Straße auftut. Aber es ist auch gefährlich. Es ist ein Frostschaden, wie er nach diesem strengen Winter vielerorts aufgetreten ist.

Die Arbeiten wurden schon vergeben, so die Information aus dem Staatlichen Bauamt in Weilheim. Mit Baubeginn sei aber vor dem 8. Mai nicht zu rechnen. Auch nicht damit, dass in Inning damit angefangen werde. Barbara Wanzke (Grüne) fordert aber, dass sofort etwas gemacht werden müsse.

Bürgermeister Walter Bleimaier wollte eigentlich scherzen, als er in der Gemeinderatssitzung am Dienstag in die Runde warf, dass man dieses Loch als Verkehrsberuhigung verstehen könnte. Sowohl Barbara Wanzke als auch Michael Buchner (BIZ) war in diesem Zusammenhang wenig nach Scherzen zumute. „Das ist gefährlich“, schimpften beide. Ratskollege Buchner hatte wenig Verständnis dafür, dass dieses Loch nicht sofort beseitigt werden könnte. Dafür sei das für Staatsstraßen zuständige Staatliche Bauamt Abteilung Straßenbau in Weilheim verantwortlich, erklärte Bleimaier, der sich natürlich auch über dieses Hindernis auf der Brucker Straße ärgert.

Täglich kommt es in Stoßzeiten zu Staus, da die schadhafte Stelle eine Fahrbahnspur in Anspruch nimmt. „Und es wird immer größer“, stellte Barbara Wanzke fest, die mehrmals täglich dort vorbei kommt. Vor der Kirche habe es ein ähnliches Loch gegeben, das sei komischerweise sofort beseitigt worden, wundert sie sich. „Es ist eine Katastrophe“. Immer wieder könne sie beobachten, wie es an dem Loch zu gefährlichen Situationen komme, weil Autofahrer meinten, die Fahrbahnspur reiche für zwei Pkw, „aber es geht nur ein Auto durch“. Oder Radfahrer, die gefährlich nah von Autofahrern bedrängt würden, da jeder sie Situation falsch einschätze. Immer wieder käme es zu Fast-Unfällen. „Uns wurde gesagt, dass das gerichtet würde, sobald die Witterung es zulässt.“

Bauingenieurin Anne Döbert vom Staatlichen Bauamt versicherte auf Nachfrage des Starnberger Merkur, dass der Schaden registriert ist. „Aber es ist nicht der einzige“, fügt sie hinzu. Schäden wie diese gäbe es auf Staatsstraßen im ganzen Landkreis, in Oberpfaffenhofen, in Drößling oder auch in Gauting. Die Leistungen seien vergeben, die Arbeiten beginnen aber erst am 8. Mai. Wo allerdings damit angefangen wird, konnte sie nicht sagen.

Aus der Ratsrunde kam der Vorschlag, ein Foto von der Verkehrssituation zu machen und auch der Unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt in Starnberg zuzuschicken, damit auch von dieser Seite ein bisschen Druck auf die Behörde in Weilheim ausgeübt werden könne. Bleimaier nahm den Vorschlag auf und will sich darum kümmern.

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