Die Weiß-Villa ist nun von allen Seiten gut einsehbar. 

„Da ist was im Busch“

Nach Kahlschlag: Stegener Berg unter Beobachtung

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Die Inninger verfolgen genau, ob der Wald am so genannten Stegener Berg pflichtgemäß wieder aufgeforstet wird.

Inning – Die gerodete Waldfläche am so genannten Stegener Berg ist in aller Munde. „Der Verdacht liegt schon nahe, dass da etwas im Busch ist“, meinte auch FBB-Gemeinderat Johann Ritzer in der Sitzung am Dienstag. Der Ratsrunde lag allerdings eine Stellungnahme vom für den Wald zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weilheim vor. Und diese besagt, dass alles rechtens ist.

„Auf dem Grundstück mit der Gesamtgröße von 2,41 Hektar findet sich neben dem Wohngebäude, Nebengebäude und Rasenflächen ein zusammenhängender Waldbestand, der rund zwei Hektar einnimmt“, heißt es darin. Der zuständige Förster stellte in dem zirka 80-jährigen Laubholz-Fichten-Mischbestand den Holzeinschlag fest, von dem bereits berichtet wurde. Dies sei im Rahmen einer sachgemäßen Waldbewirtschaftung zulässig und bedürfe keiner vorherigen Anzeige oder Genehmigung. Innerhalb von drei Jahren sei die Fläche allerdings wieder aufzuforsten, alles andere bedürfe einer Erlaubnis, ein entsprechender Antrag liege beim AELF bis dato nicht vor.

Barbara Wanzke (Grüne), die wegen des Kahlschlags im Dezember in der Verwaltung nachgehakt hatte, fragte sich am Dienstag, wer das überprüfe. Bürgermeister Walter Bleimaier war sich aber sicher, dass da genügend Menschen drauf schauen, schließlich ist die Fläche am „Stegener Berg“ auffällig. Die Weiß-Villa, die nun von allen Seiten gut einsehbar ist, war in den vergangenen Jahrzehnten komplett eingewachsen. Die Überprüfung der Aufforstung übernehme das AELF, wusste auch FW-Gemeinderat Alexander Dietz, der selbst Förster ist, allerdings im Törringschen Forst. „Beim AELF kann jeder anrufen“, meinte er. Und wer wissen wolle, wie viele Bäume wo standen, „dafür gibt es einen Baumbestandsplan“, wusste seine Fraktionskollegin Monika Schüßler-Kafka. Ganz abgesehen von einem gültigen Bebauungsplan, dessen Baufläche mit der Rodung nicht automatisch größer geworden sei, versicherte der Bürgermeister. Allen verbliebenen Zweiflern in der Runde gegenüber wollte auch Andreas Diethelm (CSU) eine Lanze für den Eigentümer der Fläche brechen: „Es war alles rechtens.“ Alles Übrige werde genau beobachtet.

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