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Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der Brauerei Maisach: Paul Schneider und seine Lebensgefährtin Rose-Luise Mittelbach, die ist seit 12 Jahren die gute Seele der Alten Brauerei Stegen ist. 

Alte Brauerei Stegen

Maisacher Bier vom Ammersee

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Paul Schneider ist Eigentümer der Alten Brauerei Stegen. Und seit einigen Tagen ist er auch der Eigentümer eines Brauereibetriebes. Den hat er seiner bisherigen Mieterin Dido Fottner abgekauft. Künftig wird die Maisacher Brauerei in Stegen Bier brauen.

Stegen– Für Paul Schneider war das Fass übergelaufen. Geraume Zeit hatte er das – wie er sagt – vertragswidrige Verhalten der Mieter der Hausbrauerei und der Gastronomie im Acht-Säulen-Saal der Alten Brauerei in Stegen zähneknirschend geduldet.

Das im Februar 2011 begründete Mietverhältnis begann vielversprechend. Dido Fottner als offizielle Mieterin und ihr Mann Rudolf haben wie vereinbart die Hausbrauerei wiederbelebt und ihre neue Marke, das „Echt Ammerseer“, gebraut. Das hat Fottner anfangs auch in Flaschen abgefüllt, genauer gesagt abfüllen lassen von einer fremden Brauerei. Paul Schneider: „Ein kaufmännischer Wahnsinn.“ Aber das war nicht sein Bier und verstieß auch nicht gegen vertragliche Abmachungen.

Geärgert hat sich Schneider allerdings, dass das Ehepaar Fottner die Gastronomie untervermietet hat – ohne Absprache mit ihm. Der neue Wirt eröffnete in den Räumen die „Osteria Italiana Porto Bello“. Schneider: „Wie verträgt sich das mit bayerischer Biertradition?“

Vertragsauflagen nicht erfüllt

Als schwerwiegendsten Vertragsbruch wertet der Eigentümer der Alten Brauerei die Tatsache, dass Fottner dann den Braukessel kalt und Bier in einem Betrieb bei Erding brauen ließ – weiter unter der Marke „Echt Ammerseer“. Schneider: „Das suggeriert, das Bier sei ein regionales Produkt vom Ammersee, war es aber nicht.“ Als Fottner eigenmächtig die Mietzinszahlungen Monat um Monat reduzierte, was zu Rückständen von knapp 3500 Euro führte, ließ Schneider dem Ehepaar durch seine Anwältin die Kündigung zustellen. Das Ehepaar war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Letztlich haben sich beide Seiten auf die Aufhebung des Mietverhältnisses geeinigt. Zudem schlossen sie einen Kaufvertrag über das Inventar der Hausbrauerei und andere Einrichtungsgegenstände (Kopien der Verträge liegen dem Starnberger Merkur vor).

Schneider überwies am 22. August 127 950 Euro, damit war das Kapitel Fottner für ihn erledigt und er zum Brauereibesitzer avanciert.

Helles, Kellerbier und Weißbier

Jurist Schneider wird aber nicht selbst am Braukessel stehen. Er hat sich als neuen Partner die Brauerei Maisach ins Haus geholt. Die Verhandlungen mit derem Geschäftsführer Michael Schweinberger bezeichnet Schneider als „fair und konstruktiv“.

Die Maisacher werden in Stegen Helles, Kellerbier und Weißbier brauen. Und in kleinen Suden, die in Maisach so nicht ohne weiteres möglich sind, auch Spezialbiere wie Maibock und Märzen – und alles unter dem alten Logo und der Bezeichnung „Alte Brauerei Stegen“. Braumeister Florian Schmitt hat seine Tätigkeit am Ammersee bereits aufgenommen. Zunächst gilt es, die gut ein Jahr brachliegende Anlage wieder auf Vordermann zu bringen. Der erste Sud soll am 11. November im Rahmen einer bereits terminierten Lesung ausgeschenkt werden.

Der Vertrag für die Gastronomie endet am 31. Oktober . Schneider steht bereits in Gesprächen mit potenziellen Nachfolgern. „Drei bis vier Optionen“ kann er sich gut vorstellen, ohne die Namen von Bewerbern nennen zu wollen. Ihm schwebt eine gehobene bayerische Küche vor „mit einer Persönlichkeit als Wirt, jemand, der ins Haus passt“.

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